Wehsely: Ordensspitäler sind ein wichtiger Partner für die Stadt Wien

Bei angespannten Budgets und starkem Druck von außen braucht es Solidarität aller

Wien (OTS) - "Die Ordensspitäler sind für die Stadt Wien ein wichtiger Partner in der Gesundheitsversorgung. Sie unterstützen die Gesundheitsleistungen der Stadt für die Wienerinnen und Wiener mit wichtigen Angeboten. Aber klar ist: Bei angespannten Budgets und starkem Druck von außen braucht es die Solidarität aller - kein Träger kann sich hier heraushalten", erklärte die Wiener Gesundheits-und Sozialstadträtin Sonja Wehsely am Freitag. Weiter: "Wir alle, die wir auf der Seite der Menschen stehen, sollten unsere Kraft bündeln, um über eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte und über vermögensbezogene Steuern den Weg aus der aktuellen Situation herauszufinden, anstatt jeweils mit dem Finger auf andere zu zeigen."

Die Stadt Wien vergibt seit vielen Jahren auf privatrechtlicher Basis Subventionen an die Ordensspitäler und hat diese in beträchtlichem Ausmaß kontinuierlich erhöht. So wurde im Jahr 2009 die Subvention um über 60 Prozent im Vergleich zu 2008 auf 35 Millionen Euro erhöht, im Jahr 2010 um weitere zwei Millionen auf 37 Millionen Euro. Im laufenden Jahr 2011 wurde im Zuge der Gespräche mit den Ordenshäusern von Seiten der Stadt Wien angeboten, dass sie aus der Subvention und über die LKF-Finanzierung gemeinsam rund 50 Millionen Euro erhalten. "Es ist eine große Kraftanstrengung für die Stadt Wien, die Finanzierung der Ordensspitäler auch für 2012 auf dem hohen Niveau von 2011 zu anbieten zu können. Das ist uns gelungen", so Wehsely.

Darüber hinaus unterstützt der Wiener Gesundheitsfonds durch Investitionszuschüsse den Ausbau und die Modernisierung der Ordensspitäler. Dabei wurde dieses Volumen insgesamt seit 2007 um 160 Prozent erhöht. Die Ordenshäuser konnten auch ihren relativen Anteil an den ausgeschütteten Mitteln von rund 23 Prozent (2007) auf 44 Prozent (2010) erhöhen - bei einem Marktanteil am Leistungsgeschehen von rund 16 Prozent.

"Solidarität bedarf es aber auch im Rahmen der Leistungsplanung. Das eigene Leistungsspektrum in Nischenbereichen oder in der ambulanten Versorgung ohne Abstimmung mit den anderen Trägern zu erweitern, teilweise über den Regionalen Strukturplan Gesundheit hinaus, kann keine Option sein. Leistungsausweitungen als Selbstzweck und ohne Blick auf das Gesamtsystem sind für uns alle nicht vorteilhaft", unterstrich die Stadträtin. Wer so agiere, gehe aus wirtschaftlicher Sicht das Risiko ein, dass durch nicht oder unzureichend finanzierte Leistungen der Betriebsabgang weiter in die Höhe getrieben wird, schloss Wehsely.

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