Öllinger zu Marsálek: Wichtigster Mahner hinterlässt eine Leerstelle

Ein aktiver und engagierter Anti-Faschist ist gegangen

Wien (OTS) - Traurig und betroffen zeigt sich der Grüne
Abgeordnete Karl Öllinger über das Ableben des NS-Überlebenden Hans Marsálek. "Marsálek war aktiv an der Errichtung der Erinnerungsstätte in Mauthausen beteiligt und langjähriger Vorsitzender der Lagergemeinschaft. Vor allem war er aber ein Kommentator des Umgangs mit dem Nationalsozialismus im Nachkriegs-Österreich. Zusammen mit Simon Wiesenthal und Leon Zelman war er als einer der wichtigsten Überlebenden und Mahner zu sehen, dessen Tod nun diese Leerstelle an ZeitzeugInnen noch größer werden lässt."

Marsálek hat sich nicht nur sein Leben lang um die Gedenkstätte Mauthausen gekümmert, sondern war als Vorsitzender der Lagergemeinschaft Mauthausen aktiv daran beteiligt, die vielen Nebenlager des Konzentrationslagers zu erforschen und ins Gedächtnis zu bringen. Öllinger: "Auch mischte er sich bis zuletzt aktiv ins Tagesgeschehen ein: Als 2007 erstmals der WKR-Ball in der Hofburg thematisiert wurde, war er es, der das Veranstaltungszentrum dafür heftig kritisierte. Damals blieb diese Kritik ungehört. Heute ist durchgesetzt, dass dieser Ball nicht mehr in der Hofburg stattfinden wird. Daran hat auch Marsálek seinen Anteil." Wenn nun diese Stimme eines der letzten Mahner für die Erinnerung an die Nazi-Opfer verklungen ist, sieht Öllinger einen klaren Auftrag: "Ein aktiver und engagierter Antifaschist ist von uns gegangen. Es liegt an uns seinen Einsatz weiterzutragen."

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