• 09.12.2011, 20:58:14
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Das Rad der Zeit lässt sich nur ölen (von Claudia Grabner)

Ausgabe 10. Dez. 2011

Klagenfurt (OTS) - "Wie eine Bulldogge soll er sich in Brüssel
aufführen" - diesen Ratschlag gab ein Abgeordneter in London dem
britischen Premier mit auf den Weg zum EU-Krisengipfel. Den Tipp hat
David Cameron bellend befolgt. "Was geboten wird, ist nicht im
Interesse Großbritanniens, deshalb habe ich nicht zugestimmt." Es ist
nicht unbeachtlich, wie offen Cameron das ausspricht, was sich
"zuhause" viele denken: Was kümmert uns Europa? Die Aufrechnung von
Kosten und Nutzen und Gegengeschäft ist der stille Totengräber der
gemeinsamen Idee. Nationale Befindlichkeit steht nun einmal höher im
Kurs als die Vision des geeinten Kontinents - der wahrscheinlich den
Fehler begangen hat, seine Gemeinsamkeit mit einer Währung(!) zu
starten: Zu ungleich waren und sind die volkswirtschaftlichen
Ergüsse. Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Es lässt
sich nur schmieren, ölen, notdürftig flottmachen. Da ist der gestrige
Kraftakt - ob mit oder ohne königliches Inselreich - ein guter
Anfang. Europa darf es nur nicht dabei bewenden lassen. Denn gerettet
ist noch lange nichts.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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