Orient-Christen: Arabischer Frühling brachte keine Besserung

Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschenrechte in Wien -"Hassprediger können sich jetzt offener artikulieren, und Angriffe auf Kirchen werden offener"

Wien-Berlin, 09.12.11 (KAP) Die orientalischen Christen in Österreich halten wenig von der medialen Euphorie über den "Arabischen Frühling". In einer Diskussion mit dem ägyptischen Menschenrechtler, Juristen und Publizisten Naguib Gobrail auf Einladung der "Union Orientalischer Christen in Österreich" - sie vertritt rund 20.000 Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund - am Freitag in Wien herrschte Übereinstimmung, dass sich für Christen die Lage seit dem Rücktritt Hosni Mubaraks nicht verbessert hat.

"Die Hassprediger können sich jetzt offener artikulieren, und die Angriffe auf Kirchen werden offener", hieß es. Unverschleierte Frauen - sehr oft Christinnen - erlebten täglich Angriffe in Form der Aufforderung zum Anlegen des Schleiers. Anlass des Vortrags in Wien war der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember.

Die Islamisierung Ägyptens sei unausweichlich, nachdem Muslimbrüder und Salafisten voraussichtlich 80 Prozent der Sitze der verfassungsgebenden Versammlung erhalten werden. Die Angst der Christen im Land sei groß, und es sei mit einer Verstärkung der Auswanderungsbewegung unter den Gebildeten zu rechnen. Hauptziele seien Australien und Europa, sagte Gobrail.

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