• 06.12.2011, 10:58:03
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Heinisch-Hosek: Neueste Zahlen zur Lohnschere sind alarmierend

Maßnahmen zur Einkommenstransparenz waren überfällig

Wien (OTS) - "Frauen verdienen gerade einmal 60 Prozent von dem,
was Männer verdienen. Die aktuellsten Zahlen der Statistik Austria
sind alarmierend", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Daten zur Lohnschere in
Österreich. "Sie zeigen aber auch: Die Maßnahmen für mehr
Einkommenstransparenz waren überfällig und sind goldrichtig."

Konkret liegt das Jahreseinkommen 2010 von Frauen bei 18.270 Euro,
das von Männern bei 30.316 Euro. Am größten ist die Lohnschere bei
ArbeiterInnen, wo Frauen gerade einmal 44 Prozent des
Männereinkommens verdienen. "Einen Beitrag zu leisten, um diese
Lohnschere zu verringern - das bleibt mein Ziel als Frauenministerin.
Maßnahmen wie der Online-Gehaltsrechner, die Einkommensberichte für
Unternehmen oder die Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind wichtige
Schritte auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit in unserem Land", so
Heinisch-Hosek.

Teilzeit erklärt 20 Prozent der Lohnschere

Ein Teil der Einkommensunterschiede ist auf die hohe Teilzeitquote
bei Frauen zurückzuführen, die aktuell bei über 40 Prozent liegt.
Bereinigt man die Berechnung um diesen Faktor, steigt das
Jahreseinkommen der Frauen auf 81 Prozent der Männer. "Eine
Teilzeitkraft bekommt für die gleiche Arbeit um bis zu 30 Prozent
weniger Stundenlohn als eine Vollzeitkraft. Teilzeit ist nicht nur
ein Karrierekiller, sondern erhöht das Risiko für Frauen, in die
Armut abzugleiten", so Ministerin Heinisch-Hosek. "Daher setze ich
mich dafür ein, dass Unternehmen ihren Teilzeitbeschäftigten
Vollzeitjobs intern anbieten, bevor sie extern ausschreiben."

Vorbild öffentlicher Dienst

Am geringsten ist die Lohnschere im öffentlichen Dienst. Beamtinnen
und weibliche Vertragsbedienstete bekommen 93 bzw. 77 Prozent des
Einkommens von Beamten und männlichen Vertragsbediensteten. "Wieder
einmal sind wir im öffentlichen Dienst Vorbild, wenn es um den Abbau
von Benachteiligungen geht. Der Schlüssel zu diesem Erfolgsweg heißt
Transparenz und Frauenförderung. Denn im Bund haben wir längst schon
Einkommensberichte, Frauenquoten und eine Kultur der
Gleichberechtigung", so die Ministerin abschließend.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:julia.valsky@bka.gv.at

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