Becker: Europa kann sich niedriges Bildungsniveau nicht leisten

EU-Parlament will frühzeitigen Schulabbruch bekämpfen

Brüssel, 01. Dezember 2011 (ÖVP-PD) Was sind Gründe für vorzeitigen Schulabbruch? Welche Auswirkungen hat ein Schulabbruch auf Einzelne und deren Umfeld? Wie kann gegen den vorzeitigen Schulabbruch vorgegangen werden? Mit diesen Fragen hat sich das Europäische Parlament beschäftigt und beschließt heute einen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung des frühzeitigen Schulabbruchs. "Die EU setzt damit eine wichtige Initiative, weil ein niedriges Bildungsniveau hohe wirtschaftliche und soziale Kosten hat. Dies kann sich Europa nicht mehr leisten. Gerade angesichts der Finanzkrise und des demografischen Wandels in Europa, muss massiv
in die jungen Generationen investiert werden, um den Menschen nachhaltige Zukunftsperspektiven zu schaffen und für die Arbeitsmärkte der Zukunft die bestmöglichen Qualifikationen sicherzustellen", so Heinz K. Becker, Bildungs- und Sozialsprecher der ÖVP im Europaparlament. ****

Die Europäische Union hat sich 2010 in ihrer Strategie "Europa 2020" das Ziel gesetzt, die Schulabbrecher-Quote europaweit auf weniger als 10 Prozent zu senken. Österreich liegt dabei schon jetzt mit 8,3 Prozent unter dieser Vorgabe. "Das verpflichtende Kindergartenjahr spielt bei diesem erfreulichen österreichischen Ergebnis eine große Rolle. Das heißt aber nicht, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen können. Jeder einzelne Schulabbruch ist einer zuviel und eine verpasste Chance, die Gefahren von sozialem Abstieg und von zusätzlichen Kosten für die Gesellschaft abzuwehren. Vor allem tragen wir die Verantwortung, unbedingt zu verhindern, dass junge Menschen ohne Ausbildung ihre Zukunftsaussichten verlieren", gibt Becker zu bedenken.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen laut Becker vor allem der Komplexität der Bedürfnisse der Betroffenen Rechnung tragen. So sieht der Bericht zum Beispiel vor, dass jede Sekundarschule eine Beratungsstelle einrichtet, um über persönliche Probleme sprechen zu können. "Wir brauchen gezielte Vorgehensweisen zur Prävention, um Schulabbruch schon möglichst früh zu verhindern", so Becker abschließend.

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784 (daniel.koster@europarl.europa.eu)

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