Schatz zu Arbeitsmarktdaten: Fast sieben Prozent Arbeitslosigkeit sind alarmierend

Grüne: Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik viel zu niedrig um gegenwärtigen Herausforderungen gewachsen zu sein

Wien (OTS) - "Das Budget für aktive Arbeitsmarktpolitik wird trotz steigender Arbeitslosenzahlen seit Monaten zurückgefahren, das ist alarmierend", erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen und weiter: "Auch für die ehrgeizigen Vorhaben von Minister Hundstorfer, ältere ArbeitnehmerInnen länger im Erwerbsprozess zu halten sind die veranschlagten Mittel bei Weitem nicht ausreichend." Laut Budget 2012 sinken die Verfügung stehenden Mittel pro Kopf drastisch: insgesamt werden 2012 um 15,8 Mio. Euro weniger an Mitteln für aktive Arbeitsmarktpolitik investiert.

"Die Erfolge in der Lehrlingsbeschäftigung waren nur aufgrund massiver Investitionen aktiver Arbeitsmarktpolitik möglich. Ähnliche Bemühungen wird es auch für die Beschäftigung Älterer Arbeitsuchender geben müssen", fordert Schatz.

"Sieben Prozent Arbeitslosigkeit ist zwar im europäischen Vergleich niedrig, doch noch lange kein Grund zum Feiern", meint Schatz. Hinter der niedrigen Arbeitslosigkeit verstecken sich tiefergehende Probleme des österreichischen Arbeitsmarktes: Menschen ab 45/50 Jahren finden kaum mehr eine Beschäftigung und flüchten in die Pension oder werden zu AMS-DauerkundInnen. Ein Viertel aller ArbeitnehmerInnen arbeitet nur noch in einer Teilzeit-Beschäftigung, die kaum zum Leben reicht.

Laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer arbeiten eine Million Menschen, beinahe jede zweite Frau, heute in Teilzeit; nur 20 Prozent dieser Beschäftigten äußern keinen Wunsch nach Vollzeit. Neue Beschäftigung wächst seit 1995 fast ausschließlich in Teilzeitstellen, die Vollzeitbeschäftigung geht seit Jahren massiv zurück. Teilzeitbeschäftigung ist vor allem in Niedriglohnbranchen verbreitet.
"Neben der Unterstützung Arbeitssuchender, einer Höher- und Umqualifizierung, muss es auch eine Beschäftigungspolitik geben, die eine existenzsichernde Arbeit schafft", erläutert Schatz und schlägt dazu einen gesetzlichen Mindestlohn von 1300 Euro brutto und eine Entlastung des Faktors Arbeit von Steuern und Abgaben vor.

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