Berechtigte Forderungen der Werbewirtschaft

Regelungen der Ausschreibungen für Werbedienstleistungen im Wirtschaftsparlament Wien vom Wirtschaftsbund abgelehnt

Wien (OTS) - Mit absolutem Unverständnis muss die Werbe- und Kommunikationsbranche zur Kenntnis nehmen, dass gestern im Wirtschaftsparlament Wien ein Antrag zur Regelung der Ausschreibungen für Werbedienstleistungen der verschiedenen Kammerorganisationen von der Mehrheitsfraktion des ÖVP-Wirtschaftsbundes abgelehnt wurde.

Eine der wichtigsten Kernforderungen der Unternehmen der Werbewirtschaft und damit auch der Fachgruppe Werbung Wien ist ein angemessenes Abstandshonorar und klare gerechte Spielregeln für Pitches. Doch genau dieses Anliegen wurde im obersten Gremium der Wirtschaftskammer, dem Kammerparlament, von der VP-Wirtschaftsbund-Mehrheit - gegen alle anderen - abgelehnt. Ein herber Schlag ins Gesicht all jener, die für mehr Gerechtigkeit für die Werbewirtschaft und Agenturen kämpfen.

Der Antrag forderte endlich klare Richtlinien für die Vergabe von Kommunikations-Aufträgen der Wirtschaftkammer und deren Fachorganisationen: State-of-Art Richtlinien für ein prozessorientiertes Vorgehen bei Ausschreibungen, eine zentrale Clearing-Stelle bei Problemen und Unklarheiten, Schulungen für jene, die Ausschreibungen durchführen und vor allem auch gerechte Abstandshonorare.

Ziel dieses Antrags ist es, mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit von Kommunikationsinvestitionen innerhalb der WKO zu schaffen und die Wirtschaftskammer Wien - was Kommunikations-Auschreibungen betrifft -zu einem Musterbetrieb zu machen, an dem sich andere Unternehmen und ausschreibende Stellen orientieren können.

Die Mehrheitsfraktion der Wirtschaftskammer Wien - der auch der amtierende Obmann der Fachgruppe Werbung, Michael Himmer angehört, verschließt sich damit jahrelangen berechtigten Forderungen und Kampagnen der Fachgruppe. Offensichtlich konnte sich der Obmann Himmer in seiner eigenen Fraktion nicht durchsetzen und das Thema entsprechend an seine Mitstreiter im Kammerparlament und Präsidentin Jank kommunizieren, an jene Präsidentin Jank, die nicht müde wird zu betonen, wie wichtig ihr und der Wirtschaftkammer Wien die Kreativen Unternehmen sind. Wenn es aber um Fairness für genau diese Unternehmen in ihrem eigenen Machtbereich geht, stimmt sie umgehend dagegen.

Der Slogan der aktuelle Kampagne der Fachgruppe Wien: "Gegen Schwarze Schafe" bekommt damit eine neue sehr traurige Bedeutung.

"Team Werbung Wien"-Obmann Karl Javurek:
"Gerade diese Vorgangsweise der Macht der Mehrheit in der Wirtschaftkammer zeigt, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben, um die legitimen Anliegen der Branche zu verwirklichen. Mit diesem Beschluss wurde der jahrelangen Arbeit der Fachgruppe Werbung schwerer Schaden zugefügt. Wir werden aber nicht müde werden, für Fairness für unsere Mitgliedsbetriebe verstärkt zu kämpfen. Ich habe daher sofort die Initiative ergriffen und Präsidentin Jank um eine Aussprache im Sinne der Branche gebeten. Mit dem Ziel, den Anliegen der Werbewirtschaft auch bei der Mehrheit besseres Gehör zu verschaffen und doch noch dem Pitch-Musterbetrieb Wirtschaftkammer Wien einige Schritte näher zu kommen"

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