Engagement anerkennen!

Jugend Eine Welt fordert die Berücksichtigung von freiwilligen Auslandseinsätzen im neuen Freiwilligengesetz.

Wien (OTS) - Am 6. Dezember 2011 endet im Nationalrat die Begutachtungsfrist für das neue Freiwilligengesetz, mit dem ehrenamtlichem Engagement ein gesetzlicher Rahmen verliehen werden soll. "Jugend Eine Welt kann auf eine langjährige Erfahrung mit Freiwilligeneinsätzen zurückblicken. Wir begrüßen daher die Initiative ehrenamtliche Tätigkeit rechtlich abzusichern ", so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, und erklärt weiter: "Leider werden Österreicherinnen und Österreicher, die ihren freiwilligen Dienst im Ausland absolvieren im aktuellen Gesetzesentwurf nicht berücksichtigt."

Weltweit und in Österreich im Einsatz

Jugend Eine Welt bietet seit über 14 Jahren engagierten jungen Menschen die Möglichkeit einen einjährigen Volontariatseinsatz in Afrika, Asien und Lateinamerika zu absolvieren. Jedes Jahr engagieren sich rund 20 junge Österreicherinnen und Österreicher in Don Bosco Jugendzentren, in Straßenkinder- und Bildungsprojekten für Kinder und Jugendliche aus schwierigsten sozialen Verhältnissen. Seit Bestehen des Vereins haben mehr als 400 junge Menschen einen Einsatz mit Jugend Eine Welt absolviert. "Das Engagement unserer Volontärinnen und Volontäre endet nicht nach ihrer Rückkehr", erklärt Cornelia Matejka, Leiterin des Volontariatsprogramms von Jugend Eine Welt:
"Sie arbeiten in Österreich in Kinder- und Jugendzentren mit, sind Botschafter des Eine Welt Gedankens, berichten an Schulen von ihren Erfahrungen während ihres Einsatzes, wissen um die Notwendigkeit des fairen Handels aus eigener Erfahrung und tragen zum Aufbau einer gerechteren Welt bei. Sie sind ganz besonders wichtige Botschafterinnen und Botschaftern der partnerschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit, des fairen Handels und der Friedensarbeit zwischen Nord und Süd."

Jugend Eine Welt fordert daher eine rechtliche Gleichstellung von freiwilligem Engagement im In- und Ausland. Besondere Bedeutung kommt dabei der Aufrechterhaltung des Anspruchs auf Familienbeihilfe und der Beibehaltung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld für die Dauer des Einsatzes im Ausland zu. "Mit der rechtlichen Gleichstellung von freiwilligen Auslandseinsätzen soll die Leistung engagierter junger Menschen anerkannt werden. Gerade im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit wäre dies ein wichtiges Zeichen", appelliert Reinhard Heiserer.

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