Kampf der Wirtschaftskriminalität: Compliance in Unternehmen wird immer wichtiger

Wien (OTS) - "Beinahe jedes zweite Unternehmen in Österreich berichtet laut der PWC Studie 'Wirtschaftskriminalität 2011' über einen Schadensfall durch Wirtschaftskriminalität in den letzten zwei Jahren. Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Problemfälle so massiv steigen, sondern vielmehr damit, dass das Problembewusstsein und somit die Aufdeckungsrate zunimmt", so Ulrike Haidenthaller, Geschäftsführerin des Aktienforums anlässlich der Veranstaltung "Wirtschaftskriminalität in Österreich - es trifft nicht immer nur die Anderen". Das Aktienforum lud gemeinsam mit OeKB, PwC, Inara Initative Aufsichtsräte Austria, Koban Südvers Group und Hendricks & Co GmbH zur Diskussion über Haftungsrisiken und Absicherungsstrategien für Unternehmen.

"Integrität wird immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. Es ist ein eindeutiger Trend zu mehr Compliance in Unternehmen zu sehen, weil vor allem international ausgerichtete Unternehmen eine strengere Kontrolle von ihren Geschäftspartnern einfordern. Gleichzeitig müssen aber auch die laufenden Strafverfahren beschleunigt werden, um das Bild der österreichischen Wirtschaft in das rechte Licht zu rücken", betonte Haidenthaller weiter.

Ähnlich argumentierte Dr. Gerald Resch, Bereichsleiter für Integrierte Aufsicht der Finanzmarktaufsicht: "Wir haben in Österreich ein ausreichendes Maß an Regulierung und Durschlagkraft. Die neu gegründete Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wird wesentlich dazu beitragen, Wirtschaftskriminalitätsdelikte schnell und sachlich zu behandeln". "Oftmals genügen pragmatische Ansätze, um verantwortungsvolles Verhalten in Unternehmen zu verankern. Wichtig ist, dass der Vorstand voll und ganz dahinter steht, dies auch vorlebt und Maßnahmen aktiv an die Mitarbeiter kommuniziert", betonte Mag. Marielouise Gregory, Leiterin der Rechtsabteilung der Telekom Austria AG, die ihre Anti-Wirtschaftskriminalitätsstrategie präsentierte. "Die Haftung und Verantwortung von Aufsichtsräten für Wirtschaftsdelikte steigt und damit steigt das Interesse der Aufsichtsräte an diesem Thema. Aufsichtsräte müssen gut darüber aufgeklärt sein", meinte Dr. Viktoria Kickinger (Inara Initiative Aufsichtsräte Wien). Michael Hendricks (Hendricks & Co GmbH) plädierte für den Einsatz von maßgeschneiderten D&O Versicherungslösungen, denn "man sei als Manager und Aufsichtsrat besser nicht versichert, als schlecht versichert."

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