FIT-Ausschuss - Gartlehner: Erstes Weltraumgesetz in Österreich beschlossen

Im Frühjahr 2012 wird Österreich "Startstaat" für zwei Kleinsatelliten

Wien (OTS/SK) - "Erstmals starten zwei österreichische Satelliten im Frühjahr 2012 von Indien aus ins All. Um den nötigen rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen, hat Infrastrukturministerin Doris Bures das erste österreichische Weltraumgesetz vorgelegt", ist SPÖ-Technologiesprecher Kurt Gartlehner erfreut über die Beschlussfassung des Gesetzes im heutigen Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie. Durch den Start und Betrieb der beiden Kleinsatelliten "TUGSAT 1" und "UniBRITE" werde Österreich erstmals aufgrund völkerrechtlicher Regelungen "Startstaat", auch wenn vorgesehen ist, dass die beiden Satelliten von Indien aus zu starten sind. ****

Österreich habe in den letzten 20 Jahren im Bereich Weltraumforschung enorm zugelegt. Die Weltraumforschung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden, derzeit arbeiten rund 1000 hochqualifizierte Personen im Bereich Weltraumtechnologie. Bei den beiden Satelliten "TUGSAT 1" und UniBRITE" handle es sich um wissenschaftliche Satelliten, die astronomische Beobachtungen machen. "TUGSAT 1" wurde von der TU Graz in Kooperation mit der Universität Toronto gebaut und über das Weltraumprogramm des BMVIT finanziert.

"UniBRITE" wurde vom Institut für Astronomie der Universität Wien im Jahr 2005 bei der Universität Toronto in Auftrag gegeben. Beide Satelliten sind Nanosatelliten, und nur rund 8 kg schwer. "Die Satelliten sollen im Frühjahr 2012 mit einer indischen Trägerrakete ins All geschossen werden und dann dort mittels Spezialkamera helle Sterne erforschen", erklärte Gartlehner.

Das Weltraumgesetz regelt die Genehmigung und Überwachung von Weltraumaktivitäten, die Registrierung von Weltraumgegenständen sowie Haftungsfragen. "Es wurden klare Verantwortlichkeiten für die Betreiber von Weltraumaktivitäten geschaffen und ein verpflichtendes Genehmigungsverfahren, damit sichergestellt wird, dass es nicht durch unbewilligte österreichische Weltraumgegenstände zu Schadensfällen kommt, für die dann Österreich haften müsste", so Gartlehner. Weiters sind im Gesetz Strafbestimmungen enthalten für den Fall des Zuwiderhandelns und ein nationales Register, in dem alle Weltraumobjekte erfasst werden. (Schluss) sc/sl/mp

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