MAG ELF: Ausbau spezialisierter Betreuungsformen für Kinder

Individuelle Betreuungsformen für Kinder in schwierigen Lebenslagen werden weiter ausgebaut

Wien (OTS) - Der weitere Ausbau spezieller Betreuungs- und Wohnmöglichkeiten für Kinder, die nicht bei ihren Familien leben können und ganz besonderer Aufmerksamkeit und Betreuung bedürfen, wurde im Gemeinderatsausschuss Bildung, Jugend, Information und Sport am 30. November 2011 beschlossen.
Im Jahr 2009 waren durchschnittlich 624 Kinder in Einrichtungen der MA 11 und Vertagseinrichtungen untergebracht. Im Jahr 2010 stieg die Zahl auf 724 Kinder. Daher werden laufend neue Betreuungsmöglichkeiten geschaffen. Es gibt jedoch Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer psychischen und verhaltensmäßigen Probleme nicht in normalen Wohngemeinschaften untergebracht werden können. "Es ist uns wichtig, allen Kindern die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen", betont Jugend- und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

Angebote für Kinder, die besondere Aufmerksamkeit brauchen

Wohngemeinschaften für Kinder und Jugendliche bestehen aus 8 oder 9 Kindern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass einige Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer psychischen und verhaltensmäßigen Probleme nicht in diesen Wohngemeinschaften untergebracht und optimal betreut werden können. Diese Kinder benötigen kleinere Gruppen mit drei bis maximal vier Kindern sowie speziell ausgebildetes Personal. Ab 1. Jänner sollen zwei dieser speziellen Wohngemeinschaften in Betrieb gehen.

Neues Angebot und neue Chancen für Kinder mit schweren Problemlagen

Für manche Kinder und Jugendlichen führt aber selbst diese kleine Gruppengröße zu massiver Überforderung. Sie benötigen eine stark reduzierte Anzahl an Bezugspersonen. Für diese Kinder wird nun ein neues Angebot geschaffen. Es handelt sich dabei um eine spezielle Art von Pflegefamilien, die bei der dafür beauftragten Trägerorganisation dieses Angebots angestellt sind und die Kinder bei sich aufnehmen. Diese Pflegeeltern werden fachlich und organisatorisch durch zwei Personen bei der Betreuung unterstützt. Die Anforderungen an die Pflegeeltern sind stark von den Bedürfnissen des Kindes abhängig. Pro Familie wird grundsätzlich von einem Pflegekind ausgegangen. Es ist vorgesehen, dass zumindest ein Elternteil eine Ausbildung im psychosozialen Bereich vorweisen kann. Gesamt wurden dafür Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro beschlossen werden. "Wien hat einen sehr hohen Standard in der Versorgung von Kindern in Krisen. Diese Betreuungseinrichtungen sind eine weitere Verbesserung des Angebots. Wir wollen speziell diesen Kindern noch mehr Chancen auf gute Entwicklung mitgeben", so Oxonitsch abschließend.

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