BZÖ-Spadiut fordert Anzeigepflicht bei Misshandlungen im Ärztegesetz

Wien (OTS) - "Die Anzeigepflicht bei Verdacht einer Kindesmisshandlung muss ins Ärztegesetz aufgenommen werden", verlangt BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut. Denn der geplante Beschluss im heutigen Gesundheitsausschuss, der nur die Meldemöglichkeit der Ärzte in eine versprochene Datenbank des Innen-und des Gesundheitsministeriums vorsieht, sei zuwenig. Im Sinne der BZÖ Offensive "Mehr Kinderschutz Jetzt!" sei es die Pflicht der Ärzte, Verdachtsfälle zu melden, verlangt Spadiut.

"Im Falle des medizinisch begründeten Verdachtes eines Arztes, dass ein Minderjähriger misshandelt, gequält, vernachlässigt oder sexuell missbraucht worden ist, ist diese Diagnose, die wohl keinesfalls leichtfertig gestellt wird den Behörden zu melden", wünscht sich der BZÖ-Gesundheitssprecher. Dabei dürfe es auch keinen Ermessensspielraum für das medizinische Personal geben. Denn dafür seien Kindeswohlfahrt und Strafrechtsbehörden zuständig.

Dass ausgerechnet der Hippokratische Eid diese Weitergabe einer Diagnose an Dritte verhindert, müsse gegebenenfalls geändert werden. "Schließlich schwören die Ärzte auch, dass sie Patienten nach bestem Wissen helfen; und da gehen das Wohl, die Gesundheit und die Sicherheit unserer Kinder klar vor der Verschwiegenheitspflicht gegenüber Behörden", mahnt Spadiut.

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