Hundstorfer: Konjunkturabschwächung macht sich am Arbeitsmarkt bemerkbar - Österreich bleibt Europameister

Auch im November Rekordbeschäftigung mit mehr als 3,4 Mio. Beschäftigten

Wien (OTS/BMASK) - "Die weltweite Konjunkturabschwächung macht
sich nun leider auch am österreichischen Arbeitsmarkt bemerkbar. Mit 253.422 Arbeitslose (+9.076 gegenüber dem Vorjahr) und 67.951 SchulungsteilnehmerInnen (-5.150) lassen die Zahl der beim AMS Vorgemerkten (321.373) um 3.926 oder 1,2 Prozent steigen", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer zu den Arbeitsmarktdaten für den Monat November. Trotzdem weise Österreich mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa auf, so Hundstorfer. ****

Das Beschäftigungswachstum (+59.000 aktiv Beschäftigte) sei noch immer kräftig. Im November waren 3,433 Mio. Menschen in Beschäftigung, das sei weiterhin Rekordbeschäftigung. Damit habe Österreich deutlich mehr Beschäftigte als vor der Krise 2009, sagte der Sozialminister. "EU-weit ist die Zahl der Arbeitslosen bereits höher als in der großen Rezesssion 2009 - in Österreich ist sie deutlich geringer. Kurzarbeit werde kaum gebraucht - nur 907 ArbeitnehmerInnen sind in Kurzarbeit. "Dieses Instrument steht natürlich weiterhin jederzeit zur Verfügung", versicherte der Minister.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist wieder stärker angestiegen (+5,3 Prozent). Fast die Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen (46,6%) hat maximal Pflichtschule als höchste abgeschlossene Ausbildung. Es sei daher wichtig in diesem Bereich zielgerichteter vorzugehen. "Wir starten im kommenden Jahr das Jugendcoaching, wodurch den Jugendlichen eine bessere Orientierung und Unterstützung geboten werden soll, welchen beruflichen oder schulischen Weg sie nach der Pflichtschule einschlagen können", so Hundstorfer. Der Lehrstellenmarkt entspannt sich hingegen weiter: es ist ein starker Rückgang der Lehrstellensuchenden um 10,4 Prozent und 1,4 Prozent mehr an offenen Lehrstellen zu bemerken. "Die Ausbildungsgarantie wirkt", so der Minister. Außerdem werde er sich heute für eine europäische Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie für Jugendliche nach österreichischem Vorbild beim Rat für Beschäftigung und Soziales in Brüssel einsetzen, fügte Hundstorfer hinzu.

Bei den Älteren (50+) wächst die Beschäftigung sehr stark -nämlich um 39.000; gleichzeitig nimmt aber auch die Zahl der Arbeitslosen mit einem Plus von 4.036 (+7,7%) zu. Es gibt mehr Ältere am Arbeitsmarkt und sie bleiben länger am Arbeitsmarkt, das ist auch ein Ergebnis der Reformen der letzten Jahre, erläuterte der Sozialminister. Beispielsweise sollen mit dem Präventionsprogramm Fit2Work die Arbeitnehmer länger Gesund im Erwerbsleben gehalten werden und die Anzahl der Invaliditätspensionisten soll sich dadurch reduzieren. Zudem setzt das AMS ein Paket für ältere Frauen um, durch das noch heuer insgesamt 1.500 ältere arbeitslose Frauen zusätzlich in Beschäftigung gebracht werden sollen.

Erfreulich sei, dass die Langzeitarbeitslosigkeit um 20,2 Prozent stark sinkt. 54.638 oder fast jede/r vierte Arbeitslose hat bereits eine fixe Jobzusage. Die Industriearbeitslosigkeit (-2,3%) sinke immer noch, während, am Bau die Arbeitslosigkeit (+1,3 Prozent) und im Handel (+3,2%) leicht steige. Der schneefreie Frühwinter lässt Tourismusarbeitslosigkeit ebenfalls um 3,4 Prozent steigen, schloss Hundstorfer. (Schluss)

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