FPÖ-Neubauer: Berlakovich lässt Oberösterreich im Kampf gegen Temelin-Ausbau und grenznahes Atom-Restmüll-Lager in Stich

Tschechien baut auf dem Leid tausender Vertriebener Bedrohung für Oberösterreich

Wien (OTS) - "An der oberösterreichischen Grenze zu Tschechien werden bereits Probebohrungen am möglichen Standort zur Errichtung und Inbetriebnahme eines grenznahen Atom-Rest-Müll-Lagers in Boletice, ehemals Poletitz, durchgeführt, aber die Bundesregierung verschweigt sich noch immer!", so heute der freiheitliche Anti-AKW-Sprecher NAbg. Werner Neubauer.

Der nördliche Teil des Truppenübungsplatzes in der Nähe der Ortschaft Zbytiny, ehemals Oberhaid bzw. der Stadt Prachatice, ehemals Prachatitz, seien im Kreis der potentiellen Standorte in Diskussion. Bereits bis Ende 2012 sollen auf der Basis einer Studie vertiefende geologische Untersuchungen vorgenommen werden. "Der Truppenübungsplatz wurde am 1. Juli 1950 errichtet. Vor dem Zweiten Weltkrieg befanden sich auf seinem Gebiet 48 Dörfer mit einer Gesamteinwohnerzahl zwischen 7.000 und 10.000. Nach der menschenrechtswidrigen Vertreibung der meisten dort ansässigen Deutschen waren diese Orte kaum mehr bewohnt und wurden seit 1947 vollständig abgesiedelt. Nachdem das Gelände 1949 von der Zivilbevölkerung geräumt war, begann der Abriss der Dörfer. Nun soll also auf dem Leid der sudetendeutschen Vertriebenen, auf den Grabsteinen der Ermordeten ein grenznahes Atom-Rest-Müll-Lager errichtet werden", erklärt Neubauer. Erforderte deshalb nochmals den Umweltminister Berlakovich auf, die Menschen in Oberösterreich in ihrem Kampf gegen die tschechischen Ausbaupläne in Temelin und gegen ein grenznahes Atom-Rest-Müll-Lager endlich aktiv zu unterstützen.

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