Stadtentwicklung am Hauptbahnhof schreitet voran

Neue Flächenwidmung passiert Ausschuss

Wien (OTS) - Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung wurde heute, Mittwoch, die Flächenwidmung für zwei weitere zentrale Gebiete am neuen Hauptbahnhof Wien behandelt. Sie soll noch in diesem Jahr im Gemeinderat beschlossen werden. Damit soll eine wichtige Weichenstellung für die Entwicklung des Areals gestellt werden. Mit der neuen Widmung kann ein städtebauliches Konzept umgesetzt werden, das einen lebendigen Stadtteil schaffen wird, architektonische Akzente setzt und gleichzeitig im Einklang mit dem angrenzenden Welterbegebiet steht.

Planungen mit UNESCO abgestimmt

Bei der Entwicklung der Projekte wurde genau auf die Anforderungen in Bezug auf das Weltkulturerbe geachtet. Die Höhen der Gebäude sind, wie bereits im Masterplan zum Hauptbahnhof vorgesehen, auf 60 Meter beschränkt. Auch für diese Widmung wurden Visualisierungen erstellt, um zu garantieren, dass die zentralen barocken Sichtbeziehungen, beispielsweise vom unteren zum oberen Belvedere, durch die geplanten Gebäude nicht beeinträchtigt werden. Aufgrund der Nähe des Hauptbahnhofs zum Welterbe wurden die Planungen regelmäßig mit dem UNESCO-Welterbekomitee abgestimmt. Als einer der nächsten Schritte wird eine ExpertInnenkommission der UNESCO nach Wien eingeladen, um über die weiteren Planungen und Realisierungen zu diskutieren. "Ich bin davon überzeugt, dass sich Welterbe und zukünftige Stadtentwicklung per se nicht ausschließen, sondern vielmehr gemeinsam zu entwickeln sind", so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Quartier Belvedere - Intercity mit neuem urbanen Platz

Am Wiedner Gürtel zwischen Erste-Campus und Hauptbahnhof soll das Siegerprojekt des Architekturbüros Jabornegg und Palffy umgesetzt werden, das durch großzügige FußgängerInnenachsen und einem zentralen städtischen Platz dem neuen Quartier eine urbane Mitte gibt. Geschäfte und Gastronomiebetriebe sowie kulturelle Einrichtungen sollen den öffentlichen Raum beleben. Eine gemeinsame, zentrale Garage für das neue Viertel ist unterirdisch geplant. Auch notwendige Anlieferungen sollen über diese zentral erfolgen. Dadurch wird das neue Quartier autofrei gemacht und eine attraktive Verbindung für FußgängerInnen zum Bahnhof sichergestellt. Die in der Widmung vorgeschriebenen großzügigen Arkaden sollen dem neuen Stadtteil ein unverwechselbares Erscheinungsbild geben.

Offene Erdgeschoßzone

Auf dem Gebiet Arsenalstraße/Alfred-Adler-Straße gegenüber dem Arsenal konnte der renommierte Architekt Renzo Piano für die Planungen gewonnen werden. Durch eine offene und großzügige Erdgeschoßzone gelingt es, den Grünraum des Schweizergartens optisch in das Areal hineinzuziehen und Blickbeziehungen in das Umfeld herzustellen. Die schlanken Gebäude sollen auf Stelzen errichtet werden, wodurch im Bereich des Erdgeschoßes ein transparenter und offener Bereich entsteht.

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Mag. Dominik Krejsa, MA
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