KORREKTUR: FPK-Scheuch: Nulllohnrunde für Spitzenverdiener der Beamtenschaft und staatsnaher Betriebe

ERGÄNZUNG: Das im zweiten Absatz genannte Einkommen ist natürlich brutto zu verstehen! Verantwortungsbewusstsein und Solidaritätsgefühl gefordert!

Klagenfurt (OTS) - In der aktuellen Debatte um die Gehaltsverhandlungen für öffentlich Bedienstete präsentiert heute FPK-Obmann LHStv. DI Uwe Scheuch konkrete Vorschläge: "Die Spitzenverdiener der Beamtenschaft müssen - wie auch Politiker und andere Topverdiener der staatsnahen Wirtschaft - in der aktuellen Krise einen Konsolidierungsbeitrag leisten. Messlatte soll dabei das Einkommen eines Landtagsabgeordneten sein. Je weiter man allerdings unter dem Abgeordnetengehalt liegt, desto wichtiger wird eine ausreichende Inflationsabgeltung - und die soll es auch geben", stellt Scheuch klar.

Aktuell verdient ein Abgeordneter zum Kärntner Landtag 4.364 Euro brutto. Nach dem Plan der Freiheitlichen in Kärnten soll es im Landesdienst für Bezieher gleicher und höherer Einkommen eine Nulllohnrunde, für geringere Einkommen aber sehr wohl eine Inflationsabgeltung geben, sinnvollerweise in Kombination mit Sockelbeträgen. FPK-Obmann Scheuch: "Die Abklärung der genauen Details wird Inhalt der Verhandlungen sein. Ich halte das momentane Vorgehen der Gewerkschaft allerdings für äußerst unverantwortlich, einen verantwortungsvollen und angemessenen Konsolidierungsbeitrag schlichtweg abzulehnen und Topverdiener und Einkommensschwache über einen Kamm zu scheren. Auch Besserverdiener müssen jetzt Solidarität beweisen. Die Kärntner Politiker leisten schon seit Jahren ihren Beitrag, und genau dasselbe ist sicherlich auch jenen öffentlich Bediensteten und jenen Topmanagern zuzumuten, die Gagen in Politikerdimensionen oder weit darüber beziehen", erklärt Scheuch.

Dass sich Führungskräfte großer österreichischer Unternehmen 2010 über massive Einkommenszuwächse freuen durften, ist dem Parteiobmann der Freiheitlichen in Kärnten ein großer Dorn im Auge. "Die Sparvorhaben auf Bundesebene sind eine echte Farce. Einerseits matcht sich die Bundesregierung wochenlang mediengerecht, aber ergebnislos um eine Schuldenbremse, andererseits schafft man es nicht einmal, im eigenen Wirkungsbereich zu sparen und die Vorstände zur Mäßigung aufzurufen. Für Bezieher höherer und höchster Einkommen muss jetzt einmal Schluss sein. Es besteht die Gefahr, dass Österreich finanziell die Luft ausgeht, nur weil einige wenige den Hals nicht vollbekommen können", so Scheuch mit Verweis auf eine Statistik, die eine 13-prozentige Steigerung der Vorstandsgehälter ausgewählter börsenotierter Aktiengesellschaften ausweist. Diesem Treiben müsse die Bundesregierung einen Riegel vorschieben. Wer mit Steuergeld bezahlt oder wessen Unternehmen mit Steuergeldern finanziert oder unterstützt werde, für den müssten ab der genannten Einkommenshöhe -egal ob Vorstand oder mittlere Ebene - dieselben Sparvorgaben gelten wie im öffentlichen Bereich, fordert Scheuch abschließend.

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