Grünewald: "Soziales Aids" grenzt immer noch HIV-infizierte Menschen aus

Vorurteile müssen abgebaut und die Aufklärung über Übertragungswege verstärkt werden

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltaidstages am 1.Dezember weisen die Grünen auf die noch immer vorhandene Ausgrenzung von HIV-positiven Menschen hin. "Obwohl eine HIV-Infektion zu einer gut behandelbaren chronischen Erkrankung geworden ist, haben die Betroffenen noch immer mit vielen Vorurteilen und Ausgrenzung zu kämpfen. Diese müssen durch Aufklärung und Information abgebaut werden", meint Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen.

Die meisten Betroffenen halten deshalb ihre HIV-Infektion geheim, vor allem, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Diese Geheimhaltung, oft auch vor den eigenen Kindern oder Eltern, führt zu Isolation und schränkt die Lebensqualität massiv ein. Auch im medizinischen und pflegerischen Bereich findet noch immer Ausgrenzung statt.

"Es geht nicht an, dass HIV-positive Menschen z.B. Schwierigkeiten haben, einen Zahnarzt zu finden, der sie behandelt. Das Abweisen oder Nichtbehandeln von HIV-positiven Menschen aufgrund ihres HIV-Status ist unethisch", sagt Grünewald.
Um weitere Diskriminierungen von Menschen mit HIV/AIDS im pflegerischen und medizinischen Bereich zu vermeiden, muss dieser Themenbereich verstärkt in die Ausbildung von MedizinerInnen und Pflegepersonal übernommen werden.

Eine weitere Diskriminierung findet im Bereich der Versicherungen statt. Die Versicherungsbedingungen müssen der medizinischen Situation angepasst werden. Ein Ausschluss von Lebens-, Zusatz-, oder Reiseversicherungen ist nicht gerechtfertigt. "Die Grünen unterstützen die Forderung der Aidshilfen nach einem bundesweiten Gesetz, welches Diskriminierungen aufgrund von HIV/AIDS verbietet", erklärt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002