Podiumsdiskussion über "Ehrenamt und Wirtschaft" im Rathaus

Wien (OTS) - Letzten Donnerstag diskutierten im Rathaus VertreterInnen von Wirtschaftsunternehmen und PolitkerInnen anlässlich des "Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit" zum Thema: "Ehrenamt und Wirtschaft". Am Podium im Wappensaal saßen der Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer, die Dritte Präsidentin des Wiener Landtags Marianne Klicka, die Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung Judit Havasi, Petra Standl - Steinkellner von IBM Österreich und der SPAR -Geschäftsführer Alois Huber. Der Moderator der Podiumsdiskussion Wolfgang Kastel nahm als Geschäftsführer der Helfer Wiens ebenfalls an der Diskussion teil. Die Veranstaltung stand unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl.

Die Organisationen in Wien haben mit den Ehrenamtlichen heuer schon sehr viele Veranstaltungen durchgeführt

Klicka wies auf die Wichtigkeit der Rolle der Ehrenamtlichen hin. Sie betonte, dass die Stadt Wien in diesem Jahr der Freiwilligentätigkeit gemeinsam mit vielen Organisationen im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen auf diese Personengruppe aufmerksam gemacht und ihre Aufgaben der Öffentlichkeit näher gebracht hätte. Mit dabei seien unter anderem das Wiener SeniorInnenbüro, das Wiener Hilfswerk und die Wiener Pensionistenwohnhäuser sowie die Helfer Wiens. Auch mit diesen Veranstaltungen zolle die Stadt Wien im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 den vielen Freiwilligen die verdiente Anerkennung.

Neues Webtool wird sehr gut angenommen

Der Geschäftsführer der Helfer Wiens Wolfgang Kastel präsentierte im Rahmen der Podiumsdiskussion dem Forum das neue Webtool "Freiwillig für Wien" (www.freiwillig.wien.at). Diese Internet-Applikation verbindet Organisationen, die freiwillige MitarbeiterInnen suchen mit InteressentInnenen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Fast einhundert Angebote hätten die Organisationen bis dato ins Netz gestellt und etliche Bewerber hätten sich bereits über diesen Weg bei einer Organisation für einen wunschgemäßen "Freiwilligeneinsatz" angemeldet, sagte Kastel.

Laut Minister Hundstorfer soziale Sicherheit ohne Freiwillige nicht möglich

Bundesminister Rudolf Hundstorfer betonte, in Österreich gebe es drei Millionen Menschen, die sich freiwillig in verschiedensten Organisationen engagierten, ohne sie wäre ein Bewahren der sozialen Sicherheit höchstwahrscheinlich gar nicht möglich, ergänzte er. Allein die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden sei mit 14,7 Millionen Stunden pro Woche sehr beachtlich. Wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen sei, werde sich auch in einem neuen "Freiwilligengesetz" widerspiegeln. Er kündigte an, auch wenn dieses Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit bald ablaufen werde, heiße das nicht, dass man die ehrenamtlich Tätigen und ihre Arbeit vernachlässigen könne. Im Gegenteil: Die Homepage www.freiwillingenweb.at und die bereits eifrig geknüpften Vernetzungen blieben bestehen. Zudem werde ein sogenannter "Marktplatz" geschaffen, der es ermöglichen werde, miteinander Leistungen immateriell auszutauschen, schloss der Minister.

Mit am Podium waren auch ManagerInnen von großen Unternehmen

Alois Huber, der Geschäftsführer von Spar Wien, NÖ und nördliches Burgenland unterstützt mit seinem Unternehmen schon seit vielen Jahren ehrenamtlich Engagierte bei ihren Einsätzen. Bereits vor sieben Jahren spendeten die bei der Seniorenmesse in ihrer Freizeit als KellnerInnen im Einsatz stehenden Spar-Lehrlinge ihr Trinkgeld für einen guten Zweck. Waren es damals 500 Euro, so belief sich die Spendensumme in diesem Jahr bereits auf
14.000 Euro. Darüber hinaus stellt das Unternehmen MitarbeiterInnen, die für den Hilfseinsatz nach einer Naturkatastrophe wie zum Beispiel Hochwasser benötigt werden, für diese Zeit frei.

Die Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung Judit Havasi strich hervor, dass ihr Unternehmen immer schon "Sponsoring" für Kinder und "sozial Benachteiligte" betrieben habe. Ihre MitarbeiterInnen bekämen jährlich für die Freiwilligentätigkeit einen zusätzlichen Urlaubstag.
Die IBM-Managerin Standl-Steinkellner meinte, von den rund 2.000 in ihrem Unternehmen Beschäftigen gäbe es ca. 140 "Freiwillige". Sie selber sei im Freiwilligeneinsatz für das von IBM unterstützte soziale Projekt "Wiener Tafel". Das Team der Wiener Tafel sammelt überschüssige Lebensmittel und Hygieneartikel dort ein, wo sie anfallen und bringt sie dorthin, wo sie benötigt werden. (Schluss) hl

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