Rettungsgasse: Aktiv Leben retten ab 1.1.2012!

Zwei Millionen Folder, 650 TV- und 200 Hörfunk-Spots, mehr als 600 Plakate und Transparente - die ASFINAG-Informationskampagne startet voll durch

Wien (OTS) - Rettungsgassen sind ab 1. Jänner 2012 bei Staubildung Pflicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Rettung, Feuerwehr, Polizei und sonstige Einsatzkräfte sind dadurch um bis zu vier Minuten schneller am Unfallort - die Überlebenschancen von schwer verletzten Unfallopfern steigen um bis zu 40 Prozent. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Verkehrsministerin Doris Bures und die ASFINAG-Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl heute, Mittwoch, die Informationsoffensive "Bei Staubildung: Rettungsgasse!" vor.

"Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Mit der Rettungsgasse können alle Verkehrsteilnehmer den Helfern helfen", sagte Verkehrsministerin Doris Bures. "Wichtig ist, dass alle mittun. Die Bildung der Rettungsgasse ist die einfachste und rascheste Unterstützung, die Autofahrer für Unfallopfer leisten können." "Wie einfach die Rettungsgasse funktioniert, zeigt auch unser Schulungsvideo", so ASFINAG-Vorstand Alois Schedl. "Dieses Video haben mittlerweile 100.000 Personen angesehen. Darüber hinaus sind wir seit vielen Wochen über unsere Servicehotline, über www.rettungsgasse.com oder persönlich mit vielen tausend Personen in Kontakt. Wir wissen, was die wichtigsten Fragen zur Rettungsgasse sind und können rasch darauf reagieren."

"Mit Unterstützung der Einsatzorganisationen und der Autofahrerclubs haben wir erreicht, dass die Rettungsgasse den Verkehrsteilnehmern bereits ein Begriff ist", sagte ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl. "Mit unserer morgen voll startenden Informationsoffensive werden wir sicherstellen, dass ab 1. Jänner 2012 wirklich alle wissen, wann, wo und wie sie die Rettungsgasse bilden müssen."

Noch einen Monat bis zur Rettungsgasse - die ASFINAG-Informationskampagne im Überblick:

  • 2.000.000 Informationsbroschüren werden an Mautstellen, in Vignettenverkaufsstellen, Autobahntankstellen, Fahrschulen und Polizeidienststellen sowie über ÖAMTC und ARBÖ, das Kuratorium für Verkehrssicherheit, Leihwagenfirmen etc. verteilt.
  • 650 Mal wird der TV-Spot zur Rettungsgasse ausgestrahlt.
  • 608 Mobiltafeln, Plakate bzw. Transparente machen die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer entlang der Autobahnen und Schnellstraßen bzw. bei Rastplätzen und Auffahrten auf die Rettungsgasse aufmerksam.

- 200 Mal wird im Hörfunk für die Rettungsgasse geworben.

- 88 Inserate bzw. Advertorials machen die Leserinnen und Leser von Zeitungen und Magazinen auf die Rettungsgasse aufmerksam.

Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten zur Rettungsgasse:

ASFINAG-Vorstand Alois Schedl beantwortete bei der Pressekonferenz auch die von der Bevölkerung am häufigsten gestellten Fragen zur Rettungsgasse.

1. Wann ist die Rettungsgasse zu bilden?

Die Rettungsgasse muss bei Staubildung oder stockendem Verkehr vorausschauend und umgehend gebildet werden - auch wenn weit und breit noch kein Einsatzfahrzeug in Sicht ist. Wird die Rettungsgasse erst bei Herannahen eines Einsatzfahrzeuges gebildet, kosten die Ausweichmanöver wertvolle Zeit, die im Ernstfall entscheidend sein kann. Die Ursache der Verkehrsbehinderung spielt dabei keine Rolle -bei Staubildung muss die Rettungsgasse IMMER gebildet werden.

2. Wer darf die Rettungsgasse benutzen?

Die Rettungsgasse darf ausnahmslos von Feuerwehr, Polizei und Rettung sowie von Straßen- und Pannendiensten befahren werden. Die missbräuchliche Benützung der Rettungsgasse bzw. die Behinderung eines Einsatzfahrzeuges ist mit einer Geldstrafe von 72 bis 2.180 Euro belegt. Nur im äußersten medizinischen Notfall - zum Beispiel, wenn ein Mitfahrender einen Herzinfarkt erleidet - darf die Rettungsgasse auch von privaten Fahrzeugen befahren werden.

3. Darf der Pannenstreifen benützt werden?

Ja, unbedingt. Für die Bildung der Rettungsgasse ist der Pannenstreifen zu befahren. Das Befahren des Pannenstreifens ist aber nur für die Rettungsgasse erlaubt!

4.Was ist zu tun, wenn die Straßenbreite nicht ausreicht, um eine Rettungsgasse zu bilden?

In Ausnahmefällen, wenn die Bildung einer Rettungsgasse gar nicht möglich ist (z. B. Engstellen in Tunneln oder im Baustellenbereich) gilt wie bisher: Feuerwehr, Rettung und Polizei ist so schnell und gut wie möglich Platz zu machen. ACHTUNG: Verkehrsteilnehmer/innen sind auch dann zur Bildung einer Rettungsgasse verpflichtet, wenn vorausfahrende Fahrzeuge noch keine Rettungsgasse gebildet haben.

5. Motorräder dürfen bisher am Stau vorbeifahren. Dürfen sie auch die Rettungsgasse benützen?

Nein. Auch Motorräder müssen die Rettungsgasse bilden und dürfen sie keinesfalls befahren.

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Christian Spitaler, MAS
Pressesprecher
Tel: +43 (0)50108-10835, Mobil: +43 664-60108 10835
mail to: christian.spitaler@asfinag.at
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