Zernatto zur Klimakonferenz: "Nutzung erneuerbarer Energiequellen ohne intelligente Netze nicht möglich"

Wien (OTS) - Anlässlich der derzeit stattfindenden UN-Klimakonferenz in Durban, Südafrika, tagen Politiker und Wissenschaftler, um Lösungen für die globale Erderwärmung zu finden.

Die Schreckensszenarien der Experten gehen zwar weit auseinander. Einigkeit herrscht allerdings bei der Einschätzung, dass drastische Maßnahmen gesetzt werden müssen, um noch dramatischere Auswirkungen des Klimawandels als bisher zu vermeiden.

"Um die CO2-Emmissionen zu reduzieren, bedarf es nicht nur neuer Ideen und Technologien, sondern vor allem großer Investitionen in die Infrastruktur. Darum kommen wir nicht herum, das muss auch laut gesagt werden", so Christof Zernatto, Sprecher des Forum Versorgungssicherheit. "Effizienzsteigerung ist ein Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf. Besonderes Potenzial bietet aber der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Das bedingt wiederum, dass wir flexiblere, leistungsfähige und intelligente Stromnetze brauchen werden. Mit deren Errichtung können wir nicht erst beginnen, wenn Atomkraft und fossile Energieträger keine Option mehr sind. Wir müssen handeln - und zwar jetzt", drängt Zernatto. "Unsere Netze sind sowohl für die Einspeisung stark fluktuierender Energiemengen als auch für eine Direktversorgung der Kunden noch zu statisch."

Auch auf internationaler Ebene warnen Experten seit Langem, dass heutige Netze für die kommenden Herausforderungen fit gemacht werden müssen, um nicht hinter der Entwicklung in der Energieerzeugung herzuhinken.

"Entscheidungsträger tun gut daran, die Investitionen in ein effizientes und beherrschbares Energiesystem mit flächendeckender moderner Netzinfrastruktur in der Diskussion nicht hintanzustellen, denn ohne leistungsfähige Netze bleiben alle Klimaziele nur Wunschgedanken", so Zernatto abschließend.

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