Neue Wachstumsmärkte: Österreich zu wenig präsent

- aws fördert Internationalisierung heimischer Unternehmen - Fördermaßnahmen für Patentschutz werden ausgeweitet - Internationale Investitionen sichern heimische Arbeitsplätze

Wien (OTS) - Die österreichischen Unternehmen sind auf den neuen Wachstumsmärkten wie etwa Indien oder Brasilien noch zu wenig präsent. Das ist das Ergebnis einer WU-Wien-Studie, die im Auftrag der austria wirtschaftsservice (aws) erstellt und Dienstagabend bei der aws-Veranstaltung "Impulse zum Umbau der Wirtschaft" präsentiert wurde.

Studienautor Professor Reinhard Moser: "Das wirtschaftliche Gewicht verschiebt sich langsam, aber sicher von Europa zu den neuen Wachstumsmärkten. Österreichs Unternehmen müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen und ihre Fühler verstärkt in Richtung neuer Märkte ausstrecken, um langfristig erfolgreich zu sein." Derzeit würden heimische Betriebe vor allem in Mittel- und Osteuropa investieren und expandieren.

Zu den neuen Wachstumsmärkten zählen laut WU-Studie:

  • die "Schwellenländer": die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, aber auch Indonesien, Mexiko oder die Türkei
  • die Schwarzmeerregion: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Republik Moldau, Russland, Türkei, Ukraine
  • der arabische Raum: beispielsweise Libyen oder die Maghreb-Staaten (Marokko, Algerien, Tunesien)

Raus aus der "vertrauten Nachbarschaft"

aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister: "Die aws unterstützt österreichische Unternehmen dabei, verstärkt außerhalb der vertrauten Nachbarschaft zu investieren und zu expandieren." Geeignete Instrumente sind etwa der günstige erp-Investitionskredit, die Internationalisierungsgarantie sowie Serviceleistungen und Förderungen im Bereich Innovationsschutz. "Wenn österreichische Unternehmen international erfolgreich sind, dann sichert das heimische Arbeitsplätze und steigert das Wirtschaftswachstum", sagt Sagmeister.

Schutz geistigen Eigentums gewinnt an Bedeutung

aws-Geschäftsführer Johann Moser: "Aufgrund der neuen Herausforderungen auf dem Weltmarkt baut die aws ihre Förderungsmaßnahmen im Bereich Internationalisierung aus." So werden insbesondere die Förderungen für den Aufbau und die Durchsetzung von Schutzrechten wie beispielsweise Patente erweitert. Der geografische Fokus wird deutlich ausgeweitet, die Durchsetzung von Patentrechten wird von der aws ab sofort in allen Ländern außerhalb Österreichs gefördert. Moser: "Der Schutz geistigen Eigentums ist eine notwendige Voraussetzung, damit sich Investitionen rentieren können, und gewinnt daher für die strategischen Überlegungen von Unternehmen an Bedeutung."

Über austria wirtschaftsservice GmbH (aws):

Die austria wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderungsbank des Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtet. Die aws sorgt für Wachstums-und Entwicklungschancen dort, wo der freie Markt diese nicht in vollem Umfang garantieren kann: durch Vergabe von Zuschüssen, zinsgünstige Kredite, durch die Übernahme von Haftungen, durch Eigenkapital sowie durch Begleitung und Beratung. Ein Teil der Mittel der aws kommt aus dem ERP-Fonds, einer Kapitalzuwendung des Marshall-Planes der Vereinigten Staaten von Amerika.

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