Cortolezis-Schlager: Hochschulmilliarde, Studienbeiträge bringen uns auf den Pfad zum Zwei-Prozent-Ziel

Spezialdebatte zu Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung heute im Unterausschuss des Wissenschaftsausschusses

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Universitätsbereich sind in den letzten Jahren bereits viele Maßnahmen gesetzt worden, nach wie vor ist aber noch viel zu tun, verwies heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager in der Sitzung des Unterausschusses des Wissenschaftsausschusses auf den im Vorjahr präsentierten Hochschuldialog. Im Unterausschuss findet heute eine Spezialdebatte zu Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung statt.

Derzeit wachse das Budget nach der Anzahl der Absolventen, nicht aber nach der Anzahl der Einsteiger. Daher seien klare Zugangsregelungen bei Massenfächern notwendig. "Der internationale Zuwachs von Studentinnen und Studenten steigt und daher braucht es entsprechende Grundlagen", fuhr Cortolezis-Schlager fort und verwies auf die Notwendigkeit von getrennten Planungsläufen und Finanzierungsmodelle bei Forschung und Lehre.

"Wir brauchen eine kapazitätsorientierte Planung. Das bedeutet zunächst eine Analyse über vorhandene Kapazitäten und deren Auslastung sowie einer Bedarfseinschätzung. Auf dieser Basis ist mit der jeweiligen Universität im Wege der Leistungsvereinbarungen die Zahl der zu finanzierenden Studienplätze zu verhandeln". Für den Zeitraum 2010 bis 2012 seien bereits zum zweiten Mal Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten abgeschlossen worden. Diese hätten sich - vor allem im Vergleich mit anderen Ländern - in Österreich sehr bewährt.

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin hob auch das Erfolgsmodell der Fachhochschulen hervor. Der Erfolg des am stärksten wachsenden Sektors im Bildungsbereich basiere unter anderem auf der schnelleren Ausbildungszeit und der praxisnahen Ausbildung, aber auch auf der Studienplatzbewirtschaftung, gekoppelt mit entsprechenden Aufnahmeverfahren und Studienbeiträgen, die nachweislich für eine bessere soziale Durchmischung sorgen.

Mit der geplanten Hochschulmilliarde, über die der Wissenschaftsminister mit der Finanzministerin verhandle, sowie der Einführung von Studienbeiträgen soll das Universitätsbudget 2015, natürlich abhängig von der tatsächlichen BIP-Entwicklung, entsprechend auf dem Pfad zum Zwei-Prozent-Ziel liegen, hielt die Abgeordnete fest. "Die zusätzlichen 40 Millionen Euro Offensivmitteln pro Jahr werden die Studienbedingungen und die Lehrqualität zudem wesentlich verbessern." Bis 2015 fließen damit 400 Millionen Euro an Offensivmitteln in Wissenschaft und Forschung, die zu einer Verbesserung der Studienbedingungen in den MINT- und Massenfächern führen.

Die Abgeordnete wies zudem auf das vom Minister entwickelte neue Modell hin, das die Festlegung von Studienbeiträgen in die Autonomie der Universitäten übertrage und Verbesserungen für sozial bedürftige Studierende bringe.

"All diese positiven Maßnahmen belegen den wichtigen Stellenwert von Lehre und Forschung für die ÖVP und die zuständigen Ministerien", schloss Cortolezis-Schlager.
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