PRO-GE-Frauen: Weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung gelungen

Zeitarbeitsbranche einigt sich auf Karenzanrechnung im Kollektivvertrag

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Einführung eines flächendeckenden Kollektivvertrages für die Zeitarbeitsbranche vor zehn Jahren gilt als Meilenstein in der ArbeitnehmerInnenpolitik. Dass mit dem gestrigen Abschluss neben einer Reallohnerhöhung auch noch die volle Karenzanrechnung verankert werden konnte, ist ein weiterer großer Schritt zur Absicherung der ArbeitnehmerInnen. Es zeugt von großer Verantwortung des Verhandlungsteams für Gleichstellungsmaßnahmen", gratuliert PRO-GE Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl den KollegInnen der Zeitarbeitsbranche.

Die volle Anrechnung der Karenzzeiten auf dienstzeitabhängige Ansprüche und die Berücksichtigung bei der Umreihung von der Lohngruppe A nach B ist ein richtiger Schritt. "Das bedeutet bares Geld und ist ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zur Verringerung der Einkommensschere", erläutert Anderl. Viele Frauen in diesen Lohngruppen profitieren von der neuen Regelung.

In einer so vielfältigen und expandierenden Branche trägt dieser Abschluss wesentlich zur Verbesserung der sozialen und gesellschaftspolitischen Anerkennung der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche teil. Die Karenzanrechnung hat Vorbildwirkung auf anderen Branchen.

Die PRO-GE-Frauen nehmen den erfreulichen Abschluss in der Zeitarbeitsbranche zum Anlass, um die Umsetzung der Karenzanrechnungsregelung auch in den Kollektivverträgen anderer Branchen zu fordern. "Alle ArbeitnehmerInnen sollen davon profitieren, denn Familie und Beruf darf für niemanden ein finanzieller Nachteil sein", so Anderl abschließend.

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