GPA-djp zum Tag gegen Gewalt an Frauen: Nicht wegschauen, sondern handeln!

Dienstgeber müssen Verantwortung wahrnehmen, KollegInnen können helfen

Wien (OTS/ÖGB) - "Gewalt gegen Frauen ist immer noch stark tabuisiert. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist dabei keine Ausnahme. Aus Scham und Unwissenheit schweigen viele Betroffene. Deshalb ist unser Appell an Unternehmer aber auch an die KollegInnen anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen:
Nicht wegschauen sondern handeln !" sagt die Frauenvorsitzende in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Ilse Fetik. ++++

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist immer noch weit verbreitet. Da das Thema stark tabuisiert wird, gibt es über das tatsächliche Ausmaß kaum aussagekräftiges Zahlenmaterial. Tatsache ist aber, dass sexuelle Belästigung für die Betroffenen eine große psychische Belastung darstellt. "Frauen haben das Recht, unbelästigt zu arbeiten. Sexuelle Belästigung darf nicht weiter augenzwinkernd als Kavaliersdelikt abgetan werden. Die Unternehmen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und durch entsprechende Betriebsvereinbarungen und Schulungsmaßnahmen eine Arbeitsatmosphäre schaffen, in der Frauen vor jeglicher Form von Gewalt bestmöglich geschützt werden", fordert Fetik.

"Die GPA-djp bietet ein umfassendes Beratungsangebot gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - selbstverständlich anonym und vertraulich. Unsere RechtsexpertInnen unterstützen bei der Formulierung von Betriebsvereinbarungen, um schon im Vorfeld festzulegen, welche Maßnahmen im Fall von sexueller Belästigung ergriffen werden müssen. Wir empfehlen Sensibilisierungsseminare in denen man lernt, wie man Belästigung erkennt, wie man selbst darauf reagiert, aber auch, wie man betroffenen Kolleginnen am besten helfen kann", so GPA-djp Bundesfrauensekretärin Barbara Marx.

"Ganz besonders wichtig sind derartige Weiterbildungen für Führungskräfte und LehrlingsausbilderInnen. Sie müssen sensibilisiert werden, um möglichst früh eingreifen zu können, wenn es zu Übergriffen kommt. Denn die Devise muss sein: Nicht wegschauen, sondern handeln", so Fetik und Marx abschließend.

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