Schittenhelm: Gewalt an Frauen ist nicht zu tolerieren

ÖVP Frauen fordern Ausbau der Frauenhäuser

Wien, 24. November 2011 (ÖVP-PK) "Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter - von geschlechtsspezifischer Diskriminierung am Arbeitsplatz bis hin zu häuslicher Gewalt, von körperlicher und sexueller bis hin zu psychischer Gewalt. Dagegen kann gar nicht vehement genug aufgetreten werden", sagt die Bundesleiterin der ÖVP Frauen Abg.z.NR Bgm. Dorothea Schittenhelm anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" am morgigen Freitag. Dieser Tag soll an die Ermordung der Schwestern Mirabal erinnern, die im Jahr 1960 nach monatelanger Verfolgung und Folter vom dominikanischen Geheimdienst brutal ermordet. Seit 1999 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten
Nationen anerkannt. ****

Schittenhelm macht darauf aufmerksam, wie wichtig der Mut der Nachbarn, der Ehefrauen und der Töchter beim Kampf gegen die häusliche Gewalt ist. Gerade Gewalt in der Familie stelle immer noch ein vielerorts tabuisiertes gesellschaftliches Problem dar. Schittenhelm begrüßt daher die vielfältigen Initiativen, die zur Unterstützung der Frauen dienen: "Es muss unser gemeinsames Anliegen sein, dass mehr Bewusstsein für vielfältige Formen von Gewalt geschaffen wird und dass Maßnahmen verbessert werden."

Einen wesentlichen Beitrag leisten die 30 Frauenhäuser in ganz Österreich, die Frauen und ihren Kindern im Falle von häuslicher Gewalt Hilfe, Beratung und vorübergehend eine geschützte Unterkunft anbieten. "Die Frauenhäuser sind eine wichtige Anlaufstelle und die Trägervereine leisten wertvolle Arbeit", so Schittenhelm, die erst diese Woche das Frauenhaus "Mirjam" in Hallein besucht hat, um sich über die Anliegen der Frauenhäuser vor Ort zu informieren. Die ÖVP Frauen setzen sich daher besonders für den Ausbau der Frauenhäuser ein: "Die Trägervereine müssen besser in ihrer Arbeit unterstützt werden und eine Grundfinanzierung muss angedacht werden - denn die Frauenhäuser dürfen finanziell nicht ausgehungert werden!", fordert Schittenhelm.

Dass Gewalt heute nicht mehr als Privatsache, sondern als Angelegenheit der Öffentlichkeit werde, sei ein Ergebnis des Umdenkens und der Sensibilisierung. Die Implementierung des Wegweiserechts, die Möglichkeit der Verhängung eines Betretungsverbots und die Kooperation von Polizei und Gewaltschutzzentren hätten bereits zur Verbesserung der Situation der Betroffenen beigetragen. "Wir haben aber weiteren Handlungsbedarf", sagt Schittenhelm und betont: "Wir müssen Frauen Mut machen, sich bei Problemen anderen anzuvertrauen, um entsprechende Lösungen zu finden."

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Frauen, Tel.: (01) 40126 652,
www.frauenoffensive.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0006