WKÖ-Generalsekretär Höllinger: WK-Synergieprojekte auf Schiene

"Künftige Entwicklung der WK-Pensionskasse wurde nachhaltig stabilisiert"

Wien (OTS/PWK854) - Herwig Höllinger, stellvertretender Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), skizzierte in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament am Donnerstag die wichtigsten internen Themen des zu Ende gehenden Jahres für die WKO und die aktuelle Entwicklung rund um die Wirtschaftskammern Pensionskasse AG. "Hier werden notwendige Korrekturen für die Vergangenheit vorgenommen, andererseits aber auch Maßnahmen für die dauerhafte Stabilisierung unserer Pensionskasse gesetzt. Wir haben eine verantwortungsbewusste und faire Lösung gefunden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Beteiligten für die Zusammenarbeit zu bedanken, die zur Erzielung dieser Verhandlungslösung beigetragen haben", betonte Höllinger.

1998 wurde das alte System des Pensionsfonds abgelöst. Es habe sich als nicht mehr zeitgemäß und unfinanzierbar erwiesen, so Höllinger. Den seinerzeit anwartschaftsberechtigten Mitarbeitern wurde der Umstieg in die damals neu errichtete betriebliche WK-Pensionskasse angeboten, einem beitragsorientierten System, bei dem die Pensionsleistungen vom Veranlagungserfolg der eingebrachten Mittel abhängen. Österreichweit haben rund drei Viertel der Mitarbeiter auf ihren fixen, leistungsorientierten Pensionsanspruch verzichtet und sind in die beitragsorientierte Pensionskasse übergetreten.

Die Veranlagung des Kapitals der Pensionskasse habe sich jedoch nicht so entwickelt wie seinerzeit erwartet. Die bei der Gründung angenommenen Zinssätze, ein Rechnungszinssatz von 5,5 % und ein rechnungsmäßiger Überschuss von 7,5 %, waren zwar Ende der neunziger Jahre durchaus realistisch und üblich, konnten aber über die letzten 12 Jahre nicht erreicht werden. Auch die bereits im Jahr 2005 vorgenommene Absenkung der Rechnungszinsen auf 4 % beziehungsweise 6 % hat diese Entwicklung nicht umkehren können. Auch ist seit Jahren die Schwankungsrückstellung der WK-Pensionskasse nicht dotiert.

Verhandlungen der Wirtschaftskammern mit dem Betriebsrat und den WK-Pensionisten sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

- In der Wirtschaftskammerorganisation soll es in Zukunft für künftig neu eintretende Mitarbeiter keine Pensionskassenzusagen mehr geben. Sie sollen über ihre Altersvorsorge selbst und eigenverantwortlich entscheiden können.

- Die betriebliche WK-Pensionskasse AG, die derzeit im Eigentum aller zehn Wirtschaftskammern steht, soll an eine überbetriebliche Pensionskasse ausgelagert werden. Dieses Projekt wird im nächsten Jahr angegangen.

- Die in der Gründungsphase der Wirtschaftskammern Pensionskasse AG entstandenen versicherungsmathematischen Unzulänglichkeiten bei der Annahme biometrischer Wahrscheinlichkeiten werden im Auftrag der FMA korrigiert.

- Zudem soll die künftige Entwicklung der Pensionskasse nachhaltig stabilisiert werden. So werden die Rechnungszinsen unter Ausgleich des Fehlbetrages gesenkt. Schließlich ist geplant, die Schwankungsrückstellung gestreckt über einen Zeitraum von zehn Jahren zu dotieren.

Das Erweiterte Präsidium hat am Mittwochnachmittag die Umsetzung dieses Verhandlungsergebnisses unter der Prämisse höchstmöglicher Rechtssicherheit mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Der Generalsekretär informierte überdies, dass das Erweiterte Präsidium die Novelle der Haushaltsordnung, die mit Jahresbeginn 2012 in Kraft treten soll, beschlossen hat. Nach einer Evaluierung der Haushaltsordnung wurde der bisherige Grundsatz der risikoarmen Veranlagung verstärkt und die Bestimmungen zu den Veranlagungsgrenzen detaillierter und präziser gefasst.

Höllinger berichtete weiters über die 30 Synergieprojekte in der Wirtschaftskammerorganisation, von denen bereits 25 konkret bearbeitet werden. Dazu zählen etwa der mit Jahreswechsel bevorstehende Relaunch der Landeskammerzeitungen oder ein Projekt zur Verbesserung der gemeinsamen Serviceleistungen der Wirtschaftskammern für ihre Mitglieder. Zudem werden Anstrengungen zur Sicherung der IT-Systeme laufend erhöht und die IT-Sicherheitsrichtlinien aktualisiert. Bereits abgeschlossen wurde ein internes Projekt zur Integration der Marketing- und Kommunikationsprozesse in der WKÖ. (PM)

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