WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: Wichtige Erfolge für die Wirtschaft durchgesetzt

Leitthema der WKO für 2012 "Erneuern, um zu wachsen" gerade jetzt punktgenau am Puls der Zeit

Wien (OTS/PWK853) - "Trotz eines turbulenten Umfeldes ist es
uns 2011 gelungen, heuer einige für unsere Betriebe wichtige Erfolge zu verbuchen", betonte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Donnerstag vor dem Wirtschaftsparlament. Von den erreichten Verbesserungen profitieren alle Betriebe im Land - vom EPU bis zum Großunternehmer. So reichen die Erfolge vom Ausbau der Lohnnebenkostenförderung für den ersten Mitarbeiter für wachstumswillige EPU bis hin zu einer tragbaren Nachfolgeregelung für die Steuerbegünstigung von Auslandsmontagen. Aber auch das Abwenden einer drohenden Belastung für die Betriebe im Zusammenhang mit der Finanzierung der AGES, die Verlängerung der Schwellenwerteverordnung oder die Umsetzung der Rot-Weiß-Rot-Karte, durch die bis dato bereits mehr als 500 internationale Spitzenkräfte für Österreich gewonnen werden konnten, sowie die Weiterführung der thermischen Sanierung im Ausmaß von 100 Mio. Euro für vier Jahre zählen zur Erfolgsbilanz für die Wirtschaft 2011.

"Wichtig war es auch, in Zusammenhang mit der Umsetzung des nationalen Klimaschutzgesetzes eine realistische Ausgangsposition für 2013 zu schaffen. Wir konnten so verhindern, dass der produzierende Sektor innerhalb von 18 Monaten 40% seiner CO2-Emmissionen hätte abbauen müssen", so Hochhauser.

Ein weiterer Erfolg: Die Verhinderung der Abgabe auf Einweggetränkegebinde. Damit wurde eine Gesamtbelastung von rund 350 bis 670 Mio. Euro für Konsumenten und Unternehmen abgewehrt.

Hochhauser: "Aufgrund der sich abzeichnenden schwachen Wachstumsphase zeigt sich, wie wichtig es war, dass wir in diesem Jahr die neue Phase der Internationalisierungsoffensive mit dem Herzstück "go international" starten konnten, welche Schwerpunkte auf die Erschließung neuer Märkte außerhalb Europa legt".

In Bezug auf die Schuldenkrise betonte Hochhauser, dass der Abbau der öffentlichen Schulden auf allen gebietskörperschaftlichen Ebenen ein Gebot der Stunde sei. "Die geplante Verankerung einer Schuldenbremse im Verfassungsrang ist daher ein erster richtiger Schritt. Es wird um eine Ausgabensenkung mit klaren Zielvorgaben gehen müssen".

Mit dem Leitthema "Erneuern, um zu wachsen" für 2012 liege die Wirtschaftskammerorganisation punktgenau am Puls der Zeit. Es gehe darum, Systeme zu erneuern und damit Kosten zu sparen und Wachstum zu stimulieren, und zwar in den Bereichen Exportunterstützung, Bildung und Forschung sowie Umwelt- und Energiepolitik.

"Steuererhöhungen sind jedenfalls abzulehnen. Im Gegenteil: Es braucht neben Maßnahmen zur Steuervereinfachung, auch gezielte steuerliche Investitionsanreize für die Unternehmerinnen und Unternehmer, denn Investitionen sind neben dem Export die Wachstumstreiber in Österreich". Auch auf die Absicherung der Unternehmensfinanzierung sei im Zusammenhang mit Basel III ein Hauptaugenmerk zu legen, unterstrich Hochhauser.

Dringend notwendig sei zudem auch die Reduktion administrativer Pflichten und damit Kostenbelastungen für Betriebe. "Wir werden auch nicht locker lassen bei der Vereinfachung von Gesellschaftsgründungen, insbesondere durch die Herabsetzung des Mindeststammkapitals auf 10.000 Euro bei der Gründung einer GmbH", so die WKÖ-Generalsekretärin.

Um den Fachkräftemangel, den die Unternehmen als größtes Wachstumsrisiko sehen, entgegenzuwirken, brauche es dringend eine Reform des Bildungssystems. "Wir werden die Potenziale der Menschen im Lande - unabhängig von Alter und Herkunft - besser zu nutzen haben. Auch die duale Ausbildung muss attraktiver werden", skizzierte Hochhauser die Position der Wirtschaft im bevorstehenden Bildungsdialog.

Nachhaltiges Wachstum zu generieren erfordere auch die Abstimmung der Klimapolitik mit der Wachstumspolitik der EU-2020-Strategie, wenn im nächsten Jahr die CO2-Budgets für die Jahre 2013 bis 2020 der einzelnen Sektoren festgelegt werden. "Darüber hinaus müssen
schon heute die Weichen für ein Wachstum für morgen gestellt und die Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Innovation verbessert werden - und das trotz Schuldenbremse", so Hochhauser. (PM)

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