KV-Verhandlung Privatforste: Arbeitgeber wollen nur ein Zehntel Prozent Reallohnerhöhung geben

Kollektivvertragsverhandlung am 23. November abgebrochen; Bundesweite BetriebsrätInnenkonferenz am 7. Dezember

Admont/Stmk (OTS/PRO-GE/ÖGB) - Die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlung für die rund 2.000 ArbeiterInnen der Privatforste wurde gestern, am 23. November, ergebnislos unterbrochen. "Die Holzpreise sind seit längerer Zeit auf einem Höchststand, die Wirtschaftslage der Privatforste ist hervorragend. Trotzdem waren die Arbeitgeber nicht bereit die Beschäftigten daran angemessen zu beteiligen", ärgert sich Josef Reisenbichler, Bundesbranchenvorsitzender und leitender Verhandler. Ein neuer Verhandlungstermin wird erst nach einer bundesweiten BetriesrätInnenkonferenz am 7. Dezember vereinbart.++++

"Die Arbeitgeber wollen den Beschäftigten nur ein Zehntel Prozent über der Inflationsrate plus einer Einmalzahlung geben", zeigt sich auch Alois Karner, zuständiger Sekretär der PRO-GE, über das geringe Angebot empört. "Wir fordern eine nachhaltige Reallohnerhöhung für die Beschäftigten. Vor allem auch, weil ForstfacharbeiterInnen mit einem Stundenlohn von 9,73 Euro nicht gerade zu den Schwerverdienern zählen", so Karner. Zudem müsse man das erhöhte Gesundheits- und Unfallrisiko und den Lohnausfall durch die saisonale Arbeitslosigkeit bedenken. Der Mantelvertrag für die ForstarbeiterInnen der Privatwirtschaft ist richtungweisend für alle weiteren Kollektivvertragsverhandlungen im Land- und Forstbereich. "Ein guter Abschluss und eine spürbare Lohnerhöhung sind auch aus diesem Grund den Beschäftigten gegenüber nur fair", so Karner.

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