ÖGB-Ruprecht: Untätigkeit bei Prävention lohnt sich nicht

Prävention gegen Gewalt gesetzlich verankern

Wien (OTS/ÖGB) - In Österreich nehmen sexuelle Diskriminierung und Mobbing im Job zu. Häufig ist das mit einer längeren Dauer der Arbeitsunfähigkeit verbunden, die für Betriebe Kosten verursacht. "Durch flächendeckende Prävention in Betrieben könnte großes menschliches Leid verhindert und gleichzeitig viel Geld gespart werden", fordert Brigitte Ruprecht, Vorsitzende der ÖGB-Frauen, anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen ein umfassendes Präventionsgesetz. Übergriffe am Arbeitsplatz seien auch ein Zeichen von strukturellen und organisatorischen Problemen im Betrieb. "Die Betriebe müssen ihre Führungskräfte auf ihre Aufgaben, wie Konfliktmanagement und Einsatz von ArbeitnehmerInnen, besser schulen."++++

Auch erfahren noch immer viele Frauen körperliche und sexuelle Gewalt innerhalb der Familie und in der Partnerschaft, so eine aktuelle Studie des Instituts für Familienforschung. Ruprecht:
"Fraueneinrichtungen sind unverzichtbar, um die vielfältigen Formen von Diskriminierung von Frauen zu erkennen und durch Beratung gravierende Folgen zu mildern." Die Finanzierungssituation von Fraueneinrichtungen stehe dem Schutz von Frauen aber in vielen Fällen entgegen.

Derzeit würde die Mehrheit der Fraueneinrichtungen von mehreren Subventionsgebern über relativ kurze Zeiträume finanziert, Finanzierungszusagen oftmals spät erfolgen und bestimmte Leistungen wie arbeitsmarktorientierte Qualifizierung verstärkt über Beteiligung an Wettbewerbsverfahren finanziert werden müssen, was vor allem kleine und gemeinnützige Einrichtungen benachteiligt. "Eine dauerhafte kontinuierliche Finanzierungsbasis anstatt punktueller Projektförderung ist dringend notwendig", bekräftigt die Frauenvorsitzende.

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