Hundstorfer zu OECD-Bericht: Laufende Verbesserungen bei Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt

Wien (OTS/BMASK) - "Der OECD-Länderbericht
"Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen und deren Kindern" zeigt deutlich auf, dass Österreich in diesem Bereich die richtige Richtung eingeschlagen hat. Es wird aber auch beschrieben, wo noch Aufholbedarf besteht", unterstrich Donnerstag Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich der Präsentation des OECD-Länderberichts durch den stellvertretenden OECD-Direktor Stefana Scarpetta. Der Bericht berücksichtige Informationen und Änderungen bis etwa Mitte 2011, seitdem sind in Österreich einige Neuerungen wie die Erhebung des Migrationshintergrundes durch das AMS zur Verbesserung des Angebotes vorgenommen worden, so Hundstorfer. ****

Das Arbeitsmarktangebot für MigrantInnen sei generell gut, sagte der Sozialminister. So stünden MigrantInnen alle Förderangebote des AMS offen. Ein Drittel der Fördermittel für den Arbeitsmarkt werden entsprechend ihrer Betroffenheit für Personen mit Migrationshintergrund aufgewendet. Beim AMS vorgemerkte Arbeitslose seien zu 32 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund. Da aber nur 16 Prozent der Beschäftigten Migrationshintergrund haben, sei deutlich, dass MigrantInnen am Arbeitsmarkt zusätzliche Herausforderungen zu bewältigen haben. Daher habe man auch die Zielvorgaben des AMS verändert, sodass nun Personen mit Migrationshintergrund als eigene Zielgruppe noch besser betreut und gefördert werden können. Durch die Erhebung des Migrationshintergrundes von arbeitsuchenden Menschen können Informationslücken geschlossen werden, erläuterte der Minister. Erstmals sind Daten nicht nur nach aktueller Nationalität verfügbar. Mit der präziseren Datenbasis können Maßnahmen speziell für Nachkommen von Zuwanderern, die bereits die österreichische Staatsbürgerschaft haben, treffsicherer gestalten werden.

"Mit dem Jugendcoaching, das gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium ab dem kommenden Jahr umgesetzt werden soll, werden Jugendliche bis zu einem Jahr begleitet, damit alle SchülerInnen vor Ende der Pflichtschule wissen, welche Ausbildung sie machen werden", erläuterte Hundstorfer. Es könne individuell auf unterschiedliche Bedürfnisse eingegangen werden. "Diese Förderangebote stehen nicht nur für Jugendliche mit Migrationshintergrund offen; für diese Gruppe sind sie aber besonders wichtig, da Eltern mit Migrationshintergrund Ausbildungswege und den österreichischen Arbeitsmarkt häufig nicht so gut kennen und über weniger Kontakte verfügen", so der Sozialminister.

Ab Anfang 2012 soll ein neues Projekt des Sozialministeriums Möglichkeiten einer vereinfachten formalen Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen aufzeigen. Auf diesem Weg sollen mitgebrachte Qualifikationen von Zuwanderern - etwa von Fachkräften oder AkademikerInnen - rascher und besser für die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft genutzt werden können, sagte Hundstorfer.

Der Sozialminister strich während der Präsentation des OECD-Länderberichts hervor, dass Österreich bei den Arbeitsmarktdaten sehr gut im europäischen Vergleich dastehe und die niedrigste Arbeitslosenquote vorzuweisen habe. Es sei auch Fakt, dass die Zuwanderung die Arbeitslosigkeit in Österreich nicht erhöhe. In Europa habe Österreich den dritthöchsten Migrantenanteil an der Wohnbevölkerung. "Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der Arbeitsmarkt- aber auch Gesellschaftspolitik MigrantInnen gut zu integrieren und den neuen Bewohnern unseres Landes faire Chancen zu bieten", schloss der Sozialminister. (Schluss)

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