FPÖ-Pisec: Unternehmer fühlen sich und ihre Interessen nicht vertreten

WK soll vom "Showverein" zur tatsächlichen Interessensvertretung für KMU werden

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesrat Mag. Reinhard Pisec, Abgeordneter zum Wiener Wirtschaftsparlament und selbst Unternehmer, erhob heute im Rahmen einer Pressekonferenz den Vorwurf, dass die Unternehmer heute "von der Bundesregierung und vor allem von unserer Interessensvertretung Wirtschaftkammer vollkommen im Stich gelassen werden". Dabei sei gerade die Realwirtschaft jene konstruktive Kraft, welche für das Wirtschaftswachstum und für produktive Arbeitsplätze sorge - die Realwirtschaft erwirtschafte, hingegen die Staatswirtschaft verwirtschafte.

Der von Pisec kritisierte "Showverein"-Charakter der Wirtschaftskammer zeige sich deutlich, wenn es um die Nicht-Wahrnehmung der Interessen der Wirtschaftstreibenden gehe. "Die Unternehmer und deren Interessen als Arbeitgeber werden nicht vertreten", so seine Kritik aus unter unternehmerischer Sicht. Am Beispiel der explodierenden Lohnnebenkosten werde deutlich, dass massiver Handlungsbedarf bestehe auch seitens der WK dafür zu sorgen, dass der Faktor Arbeit nicht weiter derart ungerecht und hoch besteuert werde. Lohnnebenkosten und Lohnabgaben gemeinsam betragen in Österreich bereits 90%, was auch die Arbeitnehmer wirkungsvoll zu spüren bekämen. Die staatliche Gegenleistung jedoch sei kaum erkennbar.

Auf der anderen Seite gebe es aber auch die Zahnlosigkeit der Wiener Wirtschaftkammer, die für ihn als Abgeordneten leider immer wieder zu Tage trete. So sei die Weiterbehandlung der mehrheitlich vom Wirtschaftsparlament beschlossen Initiativen nicht transparent nachvollziehbar. Selbst für einen Delegierten zum Wirtschaftsparlament stehe kein online-Verzeichnis zur Verfügung, um den weiteren Verlauf von Beschlussfassungen verfolgen zu können. Pisec verlangt hier die Schaffung einer Möglichkeit, diese Initiativen zwingend an gesetzgebende Institutionen zur weiteren Veranlassung zu übertragen. Ebenfalls sinnvoll wäre eine online-Übersicht - nach dem Vorbild des Österreichischen Parlaments, um allen Mitgliedern der WK Einsicht in die laufenden Initiativen zu gewähren.

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