Grüne Wien/Wurzer: Jede fünfte Frau von häuslicher Gewalt betroffen

"Hinschauen und Schweigen bei Gewalt durchbrechen"

Wien (OTS) - "Jede fünfte Frau ist von häuslicher Gewalt betroffen", betont die Frauensprecherin der Grünen Wien, Martina Wurzer, anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. "Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist die weltweit häufigste Verletzung der Menschenrechte. Sie ist subtil oder brutal, kulturell tief verankert und dennoch weder zwangsläufig noch naturgegeben. Gewaltformen umfassen jede Verletzung der körperlichen, sexuellen und seelischen Gesundheit und Integrität. Sie zeigt sich auch auf ökonomischer oder sozialer Ebene. Sie kann personell durch direkte Gewalthandlung wirken oder strukturell als gesellschaftliche Ungleichbehandlung. Die Folgen für Mädchen und Frauen von Gewalterfahrungen sind schwerwiegend," so Wurzer.

Gewalt in der Familie oder in der Paarbeziehung ist die häufigste Form von Gewalt gegen Frauen. Sie zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Schätzungen gehen davon aus, dass eine von fünf Frauen von Gewalt durch einen männlichen Verwandten, Freund, Geliebten oder Bekannten, betroffen ist.

"Um von Gewalt betroffenen Frauen zu helfen, muss die Isolation und das Schweigen durchbrochen werden. Opferrechte gehören verbessert, Opferschutzeinrichtungen müssen flächendeckend bereitgestellt und ausreichend finanziert werden. Gewalt ist keine Privatangelegenheit. Die Umsetzung des Rechts auf ein Leben ohne Gewalt gehört zur gesellschaftlichen Verantwortung. Schluss mit der Solidarisierung oder Bemitleidung gewalttätiger Männer, die noch immer so sehr auf das Schweigen zählen können", betont Wurzer.

Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, beginnt die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". Sie endet am 10. Dezember mit dem Internationalen Tag für Menschenrechte. Weltweit machen Fraueninitiativen auf das Recht von Frauen und Mädchen auf ein Leben frei von Gewalt durch unterschiedlichste Aktionen und Veranstaltungen aufmerksam. "Das Thema Gewalt an Frauen und Mädchen ist brisant und aktuell wie eh und je", so Wurzer abschließend.

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