Wiener Landtag - SP-Valentin: Feinstaubproblematik genau analysieren

Valentin: "Wenn Umweltzonen nichts bringen, werden wir sie für Wien auch nicht einführen"

Wien (OTS/SPW-K) - Gleich zu Beginn seiner Rede im Rahmen der Aktuellen Stunde im Wiener Landtag plädierte SPÖ-Landtagsabgeordneter Erich Valentin dafür, die Problematik des Feinstaubs und der wieder überschrittenen Grenzwerte analytisch zu sehen. "Selbst wenn wir die gesamte Stadt Wien einen Monat lang abgeschaltet hätten, wären die Feinstaubgrenzwerte im November dennoch überschritten worden", betonte Valentin und verwies einmal mehr auf eine Studie der TU Wien, die gezeigt habe, dass Dreiviertel des Feinstaubs durch Ferneintrag nach Wien kommen.

Wien stelle sich der Herausforderung der Feinstaubbekämpfung seit Jahren und bekämpfe den hausgemachten Feinstaub, erinnerte der Abgeordnete und verwies auf den laufenden Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme auf über 50 Prozent Marktanteil bis zum Jahr 2020, den europaweit vorbildlichen Modal Split und die Forderung des öffentlichen Verkehrs sowie die thermisch-energetische Wohnhausdämmung Thewosan.

Umweltzonen nur nach genauer Prüfung

Zu der Idee der Umweltzonen stellte Valentin klar: "Wenn Umweltzonen nichts bringen, werden wir sie für Wien auch nicht einführen".

Wien habe auch mit der Reduktion des Rollsplitts und dem Einsatz moderner Salzsoletechnik Maßnahmen zur Reduktion des Feinstaubs gesetzt. "Uns ist wichtig, dass wir uns schon im Vorfeld genau überlegen und analysieren, welche Maßnahmen tatsächlich wirken. Eine gewissenhafte Selektion möglicher Maßnahmen - beispielsweise die Einführung von Umweltzonen, die in vielen Kommunen der Bundesrepublik Deutschland bereits eingeführt wurden, das Ergebnis aber enttäuscht war - ist unumgänglich", erklärte Valentin.

"Ein Umwelt-Euro, der aus Brüssel kommt und in die umweltfreundliche Technologien unserer Nachbarländer investiert wird, wäre gut. Feinstaub macht vor den Stadtgrenzen nicht Halt - und so können die hohen Umweltstandards der Stadt Wien das Problem mit dem Feinstaub nicht alleine lösen", plädierte Valentin abschließend erneut für eine Umweltförderung des Bundes für Anti-Feinstaubmaßnahmen in den östlichen Nachbarländern. (Schluss) lok

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