KONSUMENT: Testergebnisse Sekt - Ein preislicher Knaller

Qualität ist keine Frage des Preises - Testsieger um 1,94 Euro erhältlich

Wien (OTS/VKI) - Mehr als 22 Millionen Flaschen Sekt werden in Österreich pro Jahr geleert. Und der Markt wächst weiter. Auch die Wirtschaftskrise ändert daran nichts. Besonders erfreulich für preisbewusste Konsumenten aber ist: Der beste Sekt eines vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) durchgeführten Tests - Ritter Sekt trocken - ist bereits um knapp zwei Euro erhältlich. Der in der Expertenverkostung (Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt) am besten bewertete Sekt - Monte Christo Dry - gar um rund 1,60 Euro. "Guter Sekt ist zwar auch eine Frage des Geschmacks, nicht aber - wie unser Test zeigt - eine Frage des Preises", resümiert VKI-Geschäftsführer Ing. Franz Floss. Insgesamt wurden für die Dezemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT 27 Sekte der Geschmacksrichtungen trocken, extra trocken und brut getestet - davon erhielten 23 eine "gute" Bewertung. Schlusslicht ist "Rittsteuer Primus brut". Dieses Bioprodukt aus Österreich enthielt weniger Alkohol als auf dem Etikett angegeben und wies zu wenig Kohlsäure auf, um als Sekt gelten zu können.

Trotz der überwiegend guten Testergebnisse gibt es auch einen Kritikpunkt: Da für viele Konsumenten die Herkunft des Produktes wichtig ist, erhob der VKI die Herkunft der Trauben. Bei Testsieger Ritter stammt trotz Aufschriften am Flaschenetikett wie "Österreichische Traditionsmarke" ein Drittel der verwendeten Trauben aus Österreich, der Rest aus Deutschland und Italien. Doch immerhin:
Ritter deklarierte sich. Monte Christo, aber auch Römer und Marquis Bernard wollten hingegen keine Auskunft geben. "Eine Herkunftskennzeichnung ist zwar nicht verpflichtend, sie sollte dem Konsumenten aber als Orientierungshilfe mitgegeben werden", so Floss, "Wer auf das neue Jahr mit Sekt aus Österreich anstoßen möchte, hat dennoch eine große Auswahl. Wie unser Test zeigt, ist mehr als die Hälfte der getesteten Produkte made in Austria."

Die Ergebnisse der Laien- und Expertenverkostung fielen teils sehr unterschiedlich aus. Der Testverlierer "Rittsteuer Primus brut" konnte bei den Laien in puncto Geschmack beinahe die meisten Punkte einheimsen, während die Experten diesen unter die am schlechtesten bewerteten Sekte reihten. Monte Christo und Römer überzeugten hingegen sowohl Laien als auch Experten. Mit "Light live" wurde auch ein alkoholfreier Sekt getestet. Dieser erhielt lediglich eine "durchschnittliche" Bewertung und konnte insbesondere bei der Laienverkostung kaum punkten: "Sprudel, Brausewasser, Kindersekt".

Hoher Zuckergehalt

Ein als trocken eingestufter Sekt darf zwischen 17 und 35 Gramm Zucker pro Liter Sekt enthalten. Das sind gute vier bis fast neun Stück Würfelzucker. Viel Süße steckt im White Secco von Schlumberger, ebenso wie im Blanc de Blancs von Henkell und im Sekt von Diplomat. Ebenfalls "trocken", aber weit weniger süß sind Söhnlein brillant und Henkell Trocken. Ob süßer oder herber im Geschmack: "Sekt sollte nur kurz gelagert werden, am besten kühl und dunkel", so die VKI-Ernährungswissenschafterin Mag. Birgit Beck.

Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im Dezember-KONSUMENT.

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Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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