KV-Abschluss Arbeitskräfteüberlassung: Plus 4,15 Prozent

Sozialpartner setzen Meilenstein: Anrechnung der gesamten Karenzzeiten als Berufsjahre. Neuer Mindestlohn liegt bei 1.381Euro

Wien (OTS/PRO-GE/ÖGB) - Die Gewerkschaft PRO-GE konnte bei den Kollektivvertragsverhandlungen für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung am 23. November 2011 eine Reallohnerhöhung für rund 65.000 Beschäftigte erreichen. "Die Branche hat vom Aufschwung stark profitiert. Umso wichtiger war es, auch den ZeitarbeiterInnen einen fairen Anteil an diesem Aufschwung zu sichern", erklärt Thomas Grammelhofer, zuständiger Sekretär der Produktionsgewerkschaft. Die KV-Löhne werden um 4,0 bis 4,3 Prozent erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von durchschnittlich 4,15 Prozent. Der KV-Mindestlohn beträgt damit 1.381,05 Euro pro Monat ++++

Der neue Kollektivvertrag gilt ab Jänner 2012 und beinhaltet einen Meilenstein bei der Anrechnung von Karenzzeiten. Karenzen werden künftig für die Bemessung der Kündigungsfrist, der Dauer des Krankenentgeltanspruches, der Urlaubsdauer, des Jubiläumsgeldes, der Umstufung von der Beschäftigungsgruppe A auf B und bei der Bemessung der Höhe der Abfertigung zur Gänze angerechnet. "Die sozialpartnerschaftliche Einigung auf volle Anrechnung der Karenzzeiten als geleistete Berufsjahre bringt den Beschäftigten bares Geld und ist ein wichtiger Schritt zur Schließung der Einkommensschere", betont Grammelhofer.

Mit dem 2002 erreichten und bisher einzigen flächendeckend gültigen Kollektivvertrag für die Branche der Arbeitskräfteüberlassung nimmt die PRO-GE europaweit eine Vorreiterrolle ein.

Mehr Information unter www.leiharbeiter.at

Rückfragen & Kontakt:

PRO-GE-Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
Tel: ++43 1 53 444 69035
Mobil: ++43 664 6145 920
E-Mail: mathias.beer@proge.at
www.proge.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003