Becker: Schluss mit Dornröschenschlaf der EU-Bildungspolitik

ÖVP-Bildungssprecher sieht geplante Umstrukturierung der EU-Bildungsprogramme skeptisch

Brüssel, 23. November 2011 (OTS) "19 Milliarden Euro für Bildung in allen Lebensphasen, für Jugend- und Mobilitätsprogramme sind sehr zu begrüßen. Jetzt ist Schluss mit dem europäischen Dornröschenschlaf der Bildungspolitik. Ein neuer Stellenwert für lebensbegleitendes Weiterlernen, eine Europäisierung der Bildung, mehr innereuropäische Mobilität in allen Ausbildungsarten - all das ist unerlässlich, wenn Europa mündige Bürger und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft haben will", so Heinz K. Becker, Bildungssprecher der ÖVP im EU-Parlament zu den heutigen Vorschlägen von EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou. Die Kommission will die bisherigen Programme "Lebenslanges Lernen" und "Jugend in Aktion" neustrukturieren und unter dem neuen Namen "Erasmus für Alle" zusammenfassen. Die 19 Milliarden Euro entsprechen einer Aufstockung der finanziellen Ausstattung der Programme um 73 Prozent. ****

Skeptisch sieht Becker allerdings die Umstrukturierung selbst und die Namensänderung: "'Erasmus für Alle' ist eine unglückliche Neubenennung. Es besteht die Gefahr, dass wichtige Teile des "Lebenslangen Lernens" und "Jugend in Aktion" unter den Tisch fallen. Es geht nicht nur um studentische, akademische Mobilität, sondern um alle Lebensphasen und Bildungsbereiche", so Becker. Die Mittelaufstockung, die Studentendarlehen und die verstärkte Förderung des Sportes seien zwar "eindeutig zu begrüßen". Aber vor allem Aspekte wie die Anerkennung von nicht-formaler Ausbildung wie Freiwilligenarbeit liefen in Gefahr, "unter die Räder des übermächtigen Erasmus-Programms zu kommen", so Becker.

"Wir werden die Vorschläge im Ausschuss für Kultur und Bildung genau diskutieren. Wichtig ist es, die Chancen eines Neuanfangs für eine wirkliche Europäisierung der Bildungs- und Ausbildungssysteme zu nutzen. Ich werde mich dort für die verstärkte Förderung von generationsübergreifenden Projekten einsetzen", so Becker.

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