Schieder: Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist reale Auswirkung der Wirtschaftskrise

Jugendbeschäftigungsinitiativen auf EU-Ebene gefordert

Wien (OTS/SK) - "Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern ist eine reale Auswirkung der Finanz- und Bankenkrise von vor vier Jahren" sagte SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder heute, Mittwoch, im Rahmen seiner Rede beim Vranitzky-Kolloquium zum Thema "Jugend ohne Hoffnung" in Wien. Österreich ist durch effiziente Gegensteuerungsmaßnahmen gut durch die Krise gekommen, wie man an den niedrigsten Arbeitslosen- und speziell Jugendarbeitslosenzahlen innerhalb Europas sehen kann. "Nun ist es aber wichtig, die richtigen Schlüsse aus der Krise zu ziehen und gemeinsam, auf europäischer Ebene, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen", betonte Schieder. ****

Dazu werden zusätzliche Investitionen im Bildungssektor und am Arbeitsmarkt auf europäischer Ebene von Nöten sein, um der Jugend das Vertrauen in die Politik wieder zurück zu geben. "Wir brauchen Wachstum und Beschäftigung in Europa. Wir können nicht zuschauen, wenn bis zu 48 Prozent Jugendarbeitslosigkeit herrscht", so Schieder. Denn wie Ereignisse in Großbritannien, Spanien und Griechenland zeigen, kann Hoffnungslosigkeit dazu führen, dass aus der Wirtschaftskrise schnell eine tiefe soziale Krise werden kann.

Jugendarbeitslosigkeit birgt außerdem eine große Gefahr für das integrative EU-Projekt. "Deshalb ist es an der Zeit, gemeinsam und mit Impulsen aus Österreich die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und den jungen Menschen wieder Hoffnung zu geben", sagte Schieder. Denn die heutige Jugend ist die erste Generation, von der man nicht mehr mit Sicherheit behaupten kann, dass sie in eine bessere Zukunft blickt, als die vorangegangene.

Im Anschluss an die einleitende Rede durch Finanzstaatssekretär Andreas Schieder diskutierten Olivera Stajic (Ressortleiterin "daStandard.at"), Christian Friesl (Bereichsleiter Gesellschaftspolitik, Industriellenvereinigung), Markus Marterbauer (Abteilungsleiter Wirtschaftswissenschaft, Arbeiterkammer Wien) und Christoph Peschek (Lehrlingssprecher, SPÖ Wien) über mögliche neue Perspektiven für junge Menschen in Europa. (Schluss) mis/pep

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