Ordensfrauen europaweit aktiv gegen Menschenhandel

In ordens- und institutionsübergreifender Zusammenarbeit engagieren sich Vertreterinnen heimischer Ordensgemeinschaften im In- und Ausland für sexuell ausgebeutete Frauen und Mädchen

Wien, 23.11.11 (KAP) Den Kampf gegen Menschenhandel und die Ausbeutung von Frauen und Mädchen haben sich einige heimische Frauenorden zur neuen Aufgabe gemacht. Die ordensübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen verschiedener Projektgruppen präsentierte Sr. Patricia Erber von den Salvatorianerinnen bei der diesjährigen Herbsttagung der Orden im Wiener Kardinal-König-Haus. Das Motto des "Ordenstags" lautete "Wozu braucht die Gesellschaft die Orden? Wozu brauchen die Orden die Gesellschaft?" Das Engagement der Ordensfrauen sei "eine Antwort auf diese Frage", meinte dazu Sr. Erber.

Die Salvatorianerin verdeutlichte das Ausmaß der Problematik: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden in Europa jedes Jahr etwa 500.000 Frauen und Mädchen zur Prostitution gezwungen. In Wien sind es Schätzungen zufolge etwa 75 Prozent der Prostituierten, die dieses Schicksal ereilt. Generell liegt das Durchschnittsalter der Betroffenen bei 17 Jahren.

Die Ordensfrauen engagieren sich in Österreich in verschiedenen Einrichtungen, so etwa in der 2010 gegründeten "Projektgruppe kirchlicher Organisationen gegen Menschenhandel" sowie in der parallel dazu geführten, rein auf Schwestern ausgerichteten Gruppe "Ordensfrauen gegen Menschenhandel". Auch auf europäischer Ebene sind Ordensfrauen aktiv: Sie vereinen sich z. B. im Netzwerk "Renate".

In Wien sei man derzeit auf der Suche nach Räumlichkeiten für eine Schutzwohnung für betroffene Frauen, berichtete Sr. Erber.

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