Junge Industrie: Sozialistische Jugendorganisationen haben nichts verstanden

JI-Bundesvorsitzende Niss: Können sparen, ohne Sozialsystem zu beschneiden - Gerade Industrie für mehr Investitionen in Bildung - Ideologische Kampfbegriffe lösen nichts

Wien (OTS) - "Offenbar haben manche sozialdemokratischen Jugendorganisationen noch nicht wirklich verstanden, worum es bei einer Schuldenbremse gehen soll - oder wollen sie etwa eine weitere Neuverschuldung zu Lasten der jüngeren Generationen?", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Dr. Therese Niss. Die betreffenden Jugendorganisationen würden sich damit aus "kurzsichtigen und rein ideologischen Gründen" den Reformverweigerern im Land anschließen. "Dabei wären wir doch gerade in Österreich noch in der besten Ausgangsposition: Wir könnten viel sparen, ohne die Leistungen der öffentlichen Hand zu vermindern, ganz im Gegenteil." So verursache etwa das heimische Bildungssystem Kosten von rund 11.000 Euro pro Schüler - Finnland schaffe hingegen eine bessere Bildungsqualität bei Kosten von rund 8.400 Euro, wie Niss anmerkte:
"Gerade wer also dafür ist, dass mehr Geld auch wirklich in den Klassen ankommen soll, sollte für Reformen, vor allem in der Verwaltung, sein. Eine völlige Reformverweigerung aufgrund ideologischer Kampfbegriffe und Gemeinplätze hilft der Zukunftsfähigkeit unseres Landes jedenfalls sicher nicht."

Gerade die Industrie sei wiederholt für mehr Mittel für die Zukunftsbereiche Bildung, Forschung und Entwicklung, Innovation sowie intelligente Infrastruktur eingetreten, wie die Bundesvorsitzende betonte: "Wir haben als JI zum Beispiel wesentliche Verbesserung im Bereich der Kindergärten gefordert - natürlich müsste man dafür auch mehr Geld in die Hand nehmen." Das Problem sei in Österreich ja aber auch nicht, dass der Staat zu wenig Geld einnehme, sondern "dass wir seit vielen Jahrzehnten unsolidarisch Geld in ineffizienten Strukturen verbrennen", so Niss. Alleine die "ÖBB-Sonderpensions-Extrawürste kosten über 2 Mrd. Euro im Jahr -Geld, das anderswo fehlt." Im Sinne der Generationengerechtigkeit seien daher strukturelle Reformen in den Bereichen Pensionen, Bildung (vom Kindergarten bis zu Hochschule), Gesundheit und Verwaltung unumgänglich: "Im Gegensatz zu anderen Ländern sind wir noch nicht gezwungen, 'den Sozialstaat kaputtzusparen', wie die sozialdemokratischen Jugendorganisationen befürchten. Wir wollen, dass das auch so bleibt - das setzt aber auch Reformwillen und nicht bloßes Blockieren voraus, sonst droht mittelfristig bis langfristig wirklich der Abgrund", so Niss.

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