Wurm: Gleiches Pensionsalter erst bei echter Gleichstellung

Volle Unterstützung für Frauenministerin Heinisch-Hosek

Wien (OTS/SK) - "Solange Frauen am Arbeitsmarkt nicht die gleichen Bedingungen und Chancen vorfinden, solange Frauen hauptsächlich für die Kindererziehung zuständig sind, solange haben wir noch keine tatsächliche Gleichstellung. Eine vorzeitige Anhebung wäre eine Mogelpackung, auf die wir uns nicht einlassen. Die Frauen können sich hier auf die SPÖ verlassen, wir lassen sie nicht im Stich", unterstützt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer vehementen Ablehnung der vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters. 1992 wurde die Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an die Männer bis 2033 beschlossen. Man ist dabei von einer völligen Gleichstellung ausgegangen. ****

Die SPÖ-Frauen wollen nächsten Woche eine Resolution gegen das frühere Angleichen verabschieden. Wurm, die auch Vorsitzende der Tiroler SPÖ Frauen ist, fügt hinzu, dass es am Montag diese Woche auch im Landesfrauenvorstand Tirol einen einstimmigen Beschluss gegen die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters gegeben habe.

Bedenken müsse man auch, dass ein Drittel aller Frauen aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehe, da sich Unternehmen oft älterer Arbeitnehmerinnen entledigen. Das bedeute, ein vorzeitiges Anheben des Pensionsalters würde die Kosten nur in andere Bereiche, wie die Arbeitslosenversicherung verlagern. "Gegenwärtig sind in Österreich rund 20.000 Frauen, die älter als 50 Jahre sind, arbeitslos. Das sind um 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2010 und ein Fünftel aller arbeitslosen Frauen", verdeutlicht Wurm die schwierige Situation.

Notwendig sei es daher, die Arbeitswelt und die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass Frauen überhaupt länger arbeiten können. "Es ist nicht einzusehen, dass die erste Sparidee gleich ein Vorschlag auf Kosten der Frauen ist", so Wurm. (Schluss) up/sl/mp

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