AKNÖ: Absetzbarkeit der Oma-Kinderbetreuung weiterhin möglich

Keine Änderung bei steuerlicher Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten

Wien (OTS) - Auch wenn die Oma auf die Kinder aufpasst, können Eltern seit 2009 die Kosten dafür von der Steuer abschreiben. Nach Meinung des Unabhängigen Finanzsenats soll sich dies künftig ändern. Doch ohne entsprechende Änderung der Richtlinien steht der Oma-Kinderbetreuung derweilen nichts im Weg.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das eigene Kind wird durch einen Familienangehörigen betreut und die Kosten dafür können seit der Steuerreform 2009 von der Steuer abgeschrieben werden. Als Voraussetzung dafür muss das betreuende Familienmitglied einen Kurs im Ausmaß von mindestens 8 Stunden absolvieren, der einer pädagogischen Qualifikation gleichkommt. Doch das ist laut Unabhängigem Finanzsenat (UFS) nicht ausreichend, wie er jüngst bei einer Berufung wegen nicht anerkannter Kinderbetreuungskosten zu Ungunsten der Steuerpflichtigen entschieden hat. AKNÖ-Steuerexpertin Elisabeth Holub stellt klar: "Es ist dennoch nach wie vor möglich, die Kosten für Kinderbetreuung bis zu 2.300 Euro von der Steuer abzuschreiben." Bei der Meinung des UFS handelt es sich nämlich um eine Einzelentscheidung. "Solange die Voraussetzungen erfüllt sind und die Richtlinien nicht geändert werden, gilt die Absetzbarkeit der Betreuungskosten weiterhin", so Holub.

Wann können Kinderbetreuungskosten abgesetzt werden? "Das geht bis 2.300 Euro pro Kind im Jahr und bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes, wenn das Kind im Kindergarten, Kinderstube oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person, zum Beispiel Tagesmutter, betreut wird. Liegt noch keine pädagogische Ausbildung vor, muss ein 8 bis 16-stündiger pädagogischer Kurs durch eine anerkannte Ausbildungsorganisation absolviert werden. Bei Familienangehörigen gilt, dass diese nicht im selben Haushalt leben können, darüber hinaus muss der Vertrag über die Kinderbetreuung inhaltlich klar sein und einem Fremdvergleich standhalten können", erklärt Holub.

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AKNÖ-Wirtschaftspolitik
Elisabeth Holub
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