ÖAMTC crasht 14 Autos: Sechs Fahrzeuge kommen nicht über vier Sterne hinaus (+ Foto, + Grafik, + Video)

Auch bei Fünf-Sterne-Fahrzeugen besteht in Detailbereichen Nachholbedarf

Wien (OTS) - Gleich 14 Neuwagen aus verschiedenen Kategorien
wurden beim aktuellen Crashtest des ÖAMTC im Dienste der Sicherheit zu Schrott gefahren: Drei Kleinwagen (Kia Rio, VW up!, Fiat Panda), ein Modell aus der Kompaktklasse (VW Beetle), ein Mini Van (Mercedes B-Klasse), vier Fahrzeuge aus der Mittelklasse (Chevrolet Malibu, Mercedes C-Klasse Coupe, Mg6, Renault Fluence ZE), zwei aus der oberen Mittelklasse (Jaguar XF, Geely Emgrand Ec7) und drei Off-Roader (Subaru XV, Range Rover Evoque, Jeep Grand Cherokee). Die Testergebnisse des VW up! gelten übrigens auch für die baugleichen Skoda Citigo und Seat Mii.

Nach bewährter Methode wurden die Kriterien Sicherheit für Erwachsene, Kinder und Fußgänger sowie die Fahrerassistenzsysteme überprüft. "Gleich sechs der getesteten Autos verfehlten die Höchstwertung", berichtet ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. "Auch wenn Fiat Panda, Mg6, Renault Fluence, Jaguar XF, Geely Emgrand und Jeep Grand Cherokee immer noch vier von fünf Sternen erreichten, haben die Hersteller in einigen Bereichen deutlichen Nachholbedarf." Das gilt in Detailbereichen auch für die acht Fünf-Sterne-Fahrzeuge im ÖAMTC-Test. "Vor allem in der Fußgängersicherheit zeigten alle Testkandidaten zum Teil eklatante Schwächen", kritisiert der ÖAMTC-Experte.

Bei Fußgängersicherheit floppen viele der Testkandidaten, aber auch in anderen Bereichen besteht Nachholbedarf

Die größte Problemzone ist nach wie vor die Fußgängersicherheit. Um dieses Kriterium zu bewerten, werden Dummy-Komponenten gegen verschiedene Bereiche der Frontpartie der Autos gecrasht. Die Werte lagen beim aktuellen ÖAMTC-Test zwischen 37 Prozent beim Renault Fluence und 62 Prozent beim Jaguar XF. Neben dem Renault schafften es acht weitere Fahrzeugen nicht, bei der Fußgängersicherheit mehr als 50 Prozent zu erreichen. "Dieses Ergebnis enttäuscht auf ganzer Linie. Einige dieser Autos werden ab 2012 allerdings die Fünf- bzw. Vier-Sterne-Wertung verlieren, wenn die Hersteller nicht massiv an der Fußgängersicherheit arbeiten", stellt der ÖAMTC-Cheftechniker klar. Dann müssen nämlich mindestens 50 Prozent erreicht werden, um im Gesamturteil zumindest vier Sterne zu bekommen. Für die Höchstwertung sind ab 2012 sogar mindestens 60 Prozent nötig, ein Wert, den diesmal nur zwei von 14 getesteten Modellen erreicht haben (Jaguar XF und Subaru XV).

Wie bei den meisten ÖAMTC-Crashtests der jüngeren Vergangenheit erreichten die Kandidaten in der Erwachsenensicherheit durchwegs gute Werte. In Teilbereichen gibt es aber weiterhin Luft nach oben. Vor allem beim Pfahltest, der einen seitlichen Aufprall gegen einen Baum oder Laternenmasten simuliert, schnitten einige Fahrzeuge (Fiat Panda, Renault Fluence, Jaguar XF, Geely Emgrand, Subaru XV) schwach ab. "Die Insassen dieser Autos müssen bei einem solchen Crash mit erhöhtem Risiko von schweren Brustverletzungen rechnen", hält der ÖAMTC-Experte fest. Am sichersten sitzt man hingegen in der B-Klasse von Mercedes. Der Mini Van erreichte bei der Erwachsenensicherheit den hervorragenden Wert von 97 Prozent.

Großteils gute Ergebnisse wurden in der Kindersicherheit erreicht, die dem Schutz für Erwachsene jedoch nach wie vor hinterher hinkt. "Die Werte in dieser Kategorie lagen zwischen 63 und 90 Prozent. Insbesondere Fiat Panda und Jeep Grand Cherokee enttäuschten in diesem Bereich und müssen dringend verbessert werden", fordert der ÖAMTC-Cheftechniker.

Im Bereich der Sicherheitsassistenten gab es mit dem Fiat Panda, der nur 43 Prozent erreichte, einen klaren Testverlierer. Die übrigen Kandidaten wurden mit guten Werten zwischen 71 und 86 Prozent beurteilt.

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