Kostenbremse bei Gesundheitsausgaben

Wien (OTS) - Spitzenbeamter Auer: Nicht zehn, sondern nur ein Krankenanstaltengesetz - Finanzierung nach Leistung - ELGA bringt Vorteile für Patienten und Ärzte - Beseitigung von Doppelgeleisigkeiten zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten

Für einen "Ausgabendämpfungspfad", also Festlegungen für eine Kostenbremse ohne Qualitätsverlust im Gesundheitswesen, spricht sich Clemens Auer, der zuständige Sektionschef im Gesundheitsministerium, aus. Ferner plädiert Auer für ein bundesweites Krankenanstaltengesetz anstelle von 10 Gesetzen - jedes Bundesland hat derzeit ein eigenes Gesetz. Eine sinnvolle Gesundheitsreform sollte weiters auf eine Finanzierung nach erbrachter Leistung anstelle von unterschiedlichen Finanzströmen und Subventionen umstellen.

Es könne auch nicht sein, so der Spitzenbeamte, dass der Bund den Großteil der Finanzmittel aufbringt und die Länder vorrangig darüber verfügen. Hier müsse über eine "Reallokation der Mittel" mit dem Ziel der Kostenreduktion und der Gerechtigkeit bei der Mittelverteilung gesprochen werden.

Diese Eckpunkte einer notwendigen Gesundheitsreform präsentierte Sektionschef Auer im Rahmen der Vollversammlung der Ordensspitäler Österreichs am 21. November 2011 in Wien.

Die heftig diskutierte elektronische Plattform ELGA, in der die medizinischen Daten der PatientInnen zusammengeführt werden, sollte laut Clemens Auer möglichst bald eingeführt werden. "Mehr Wissen über die Patienten schadet nicht, sondern nützt diesen und den Behandlern" - sofern Datensicherheit und Zustimmung der Patienten gegeben sind, so Auer.

Besonderer Steuerungsbedarf besteht laut Auer beim Ausgleich zwischen der stationären und der ambulanten Ebene. Besonders im Fachärztebereich bestünden Doppelgeleisigkeiten zwischen den Spitälern und den niedergelassenen Ärzten. Auer spricht sich in diesem Zusammenhang für Facharzt-Gruppenpraxen und selbstständige Ambulatorien aus.

Als Zeithorizont für die Umsetzung einer Gesundheitsreform sieht der Sektionschef die nächsten Jahre bis zu den Finanzausgleichsverhandlungen im Jahre 2014.

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P. Leonhard Gregotsch
Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs
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