bOJA und das BMWFJ veranstalten internationale Fachtagung zum Thema "Beschäftigung und Offene Jugendarbeit"

Motto: "Bildung beschäftigt - beschäftigt Bildung?"

Wien/Dornbirn (OTS) - bOJA, das Bundesweites Netzwerk für Offene Jugendarbeit, veranstaltet gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) von 27.-29. November 2011 in Vorarlberg eine internationale Fachtagung zum Thema "Beschäftigung und Offene Jugendarbeit". Unter dem Motto "Bildung beschäftigt -beschäftigt Bildung?" werden die Rolle der Offenen Jugendarbeit in der Bildungs- und Beschäftigungslandschaft auf nationaler und internationaler Ebene ebenso diskutiert wie der Zusammenhang von Bildung, Ausbildung und Beschäftigung.

Namhafte ExpertInnen aus dem In- und Ausland erörtern in der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn, wie Jugend-, Sozial- und Bildungspolitik zusammenwirken können, um Jugendliche - insbesondere auch benachteiligte junge Menschen - in der Schule, Ausbildung und Berufsintegration zu unterstützen und welche Aufgaben die Offene Jugendarbeit dabei übernehmen kann. Besonderer Fokus bildet die Reflexion und das Darstellen der zahlreichen Projekte, die die Offene Jugendarbeit bereits in diesem Kontext erfolgreich leistet.

Zu den ReferentInnen zählen u.a. Michaela Moser von der Österreichischen Armuts-konferenz, Reinhard Kahl vom Archiv der Zukunft und der Partizipationsexperte Benedikt Sturzenhecker. Es werden rund 200 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Südtirol, Belgien, Liechtenstein und Litauen erwartet.

"Studien zeigen, dass Bildung, Ausbildung und Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Möglichkeiten eines (jungen) Menschen einhergehen. Auch in Österreich ist zu sehen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien deutlich weniger oft eine zukunftsorientierte Ausbildung abschließen oder überhaupt erst beginnen", erläutert Mag.a Sabine Liebentritt, Geschäftsführerin von bOJA. "Die häufige Folge ist eine Fortschreibung der elterlichen Biografie. Aus diesem Bewusstsein heraus ist es gerade für die Offene Jugendarbeit essentiell, Positionen und Maßnahmen zu entwickeln, wie diesen Tendenzen entgegengewirkt werden kann und welche Alternativen es gibt". Der fachliche Austausch von ExpertInnen und JugendarbeiterInnen wird bei dieser Fachtagung wesentlich dazu beitragen, die Potentiale der Offenen Jugendarbeit im auf die Bedeutung des nicht-formalen und informellen Lernens zu verdeutlichen.

Offene Jugendarbeit

Offene Jugendarbeit ist ein pädagogisches Handlungsfeld im Kontext von Bildungsarbeit, Kulturarbeit, sozialer Arbeit und Präventionsarbeit. Sie setzt sich mit jungen Menschen auseinander, nimmt sie ernst und arbeitet parteilich für sie. Neben der verbandlichen Jugendarbeit, dem EU-Jugendprogramm "Jugend in Aktion" und der Jugendinformation ist die Offene Jugendarbeit auf nationaler Ebene eine der vier Säulen der österreichischen Jugendpolitik.

Bildungsarbeit im offenen Kontext

"Offene Jugendarbeit versteht sich als Bildungsarbeit und beruht auf den Prinzipien der Freiwilligkeit, der Ressourcenorientierung und der Partizipation. Lernen unter diesen Voraussetzungen wirkt unmittelbar und nachhaltig und daher muss Offene Jugendarbeit in unser aller Interesse in Zukunft mehr ins Blickfeld bildungspolitischer, sozialpolitischer und beschäftigungspolitischer Diskussionen rücken." erläutert Liebentritt den Zusammenhang von Offener Jugendarbeit und Bildung. Und Liebentritt erläutert weiter "Denn wenn ich freiwillig etwas lernen kann, das an meinen Fähigkeiten anknüpft und ich dabei noch aktiv mitgestaltend tätig sein kann, so kann ich das Erlernte viel besser für mich und die Gesellschaft nutzen und es macht Lust auf mehr". Dies und vieles mehr wird auf der nationalen Tagung der Offenen Jugendarbeit in Vorarlberg diskutiert werden.

Die Fachtagung ist eine Veranstaltung von bOJA mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend in Kooperation mit dem Jugendreferat des Landes Vorarlberg.

Das integrierte internationale Seminar "learning for life is (not) in vain?" wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Weitere PartnerInnen im Rahmen der Fachtagung sind:
die Offene Jugendarbeit Dornbirn
die Fachhochschule Vorarlberg
das Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung
die Wirtschaftsabteilung Land Vorarlberg
die Stadt Dornbirn
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Über bOJA

bOJA ist das Bundesweite Netzwerk für Offene Jugendarbeit, dient als Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und vernetzt Menschen, Ideen, Projekte, Einrichtungen - national und international. bOJA unterstützt das Erwachsen werden für Jugendliche in Österreich, indem es mit seinen Partnern im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit (soziale Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung, Bildungswesen, etc.) zusammenarbeitet und als Sprachrohr und Interessensvertreter für die Bedürfnisse von Jugendlichen aus der Offenen Jugendarbeit agiert. bOJA hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit voranzutreiben und das Bewusstsein für die Bedeutung von Offener Jugendarbeit zu heben. Geschäftsführerin von bOJA ist Mag.a Sabine Liebentritt. bOJA wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend.

www.boja.at

Rückfragen & Kontakt:

bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Mag.a Sabine Liebentritt, GF
c/o Lilienbrunngasse 18/2/47
1020 Wien, Österreich
Mail: boja@boja.at
Tel: 0660 7315 237

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