Weihnachten - Hochsaison der Volksmusik

Beim häuslichen Musizieren in der Stube beginnt das Ehrenamt

Wien (OTS) - Die häusliche Stube ist gerade in der Weihnachtszeit wichtiger Treffpunkt und Ausgangspunkt für ehrenamtliche Aktivitäten. Es reicht vom gemeinsamen Adventkranzbinden und Singen mit und für Freunden und Verwandten für karitative Zwecke über die Bewirtung bei Ansingebräuchen (Herbergsuche, Anklöpfeln) bis zur Probe für ein öffentliches Adventsingen. Das Österreichische Volksliedwerk nimmt das Thema Stube zum Anlass um mit seinem Schauraum (24.11. - 23.12.) und seiner Weihnachtsveranstaltung (2.12.) am Treffpunkt Operngasse 6 die Bedeutung dieses Ortes zu demonstrieren.

Wenn es in der Weihnachtszeit draußen kalt und finster wird, gilt die warme Stube seit jeher als Ort der geselligen Zusammenkünfte der Familie, unter Freunden und Nachbarn. Hier werden Geschichten erzählt, gelesen, aber auch diverse handwerkliche Tätigkeiten verrichtet, es wird gespeist, musiziert und gesungen. Jeder einzelne leistet einen Beitrag zur allgemeinen Unterhaltung.

Die häusliche Tradition des gemeinsamen Musizierens in der Stube steht in enger Verbindung mit Assoziationen zur Stubenmusik, eine Besetzungsform mit Harfe, Hackbrett, Zither, Gitarre und Kontrabass. Im Alpenraum wurden diese maßgeblich durch das Tobi Reiser Quintett und das Salzburger Adventsingen geprägt. Landauf, landab finden in der Weihnachtszeit daher oft unter dem Motto "Adventsingen" zahlreiche weihnachtliche Benefizkonzerte in Kirchen, Veranstaltungszentren und auch in kleineren Gemeinschaften statt. Denn mittels volksmusikalischen Melodien, die in der Weihnachtszeit eben langsamer und besinnlicher gespielt werden, gelingt es offensichtlich wunderbar Weihnachtsstimmung zu zaubern.
Auch vielen Weihnachtslieder liegen volksmusikalische Muster zu Grunde. Inhaltlich lassen sie sich in verschiedene Kategorien einteilen, je nachdem auf welchen Teil des Weihnachtsfestkreises sie sich beziehen. So gibt es Adventliedern, Lieder zur Verkündigung Mariens durch den Erzengel Gabriel; weitaus größer ist die Gruppe der Lieder, die das Ereignis der Geburt im Stall von Bethlehem zum Inhalt hat, unzählbar aber sind die Hirtenlieder. Nachdem die Engel dem Steffl, Jogl, Veitl, und wie die Hirten immer heißen mögen, die Frohbotschaft verkündet haben, brechen sie mit Kas und Butter bepackt und unter dem fröhlichen Spiel von Trompete, Klarinettl, Hackbrettl und dem Sumsasa zur Krippe auf, um dem Jesuskind zu huldigen. Der ausgelassenen Fröhlichkeit dieser Art von Liedern stehen die beschaulichen Wiegelieder gegenüber, die schon in ihrem 6/8 Rhythmus und in ihren sanften Dreiklangszerlegungen die Wiegebewegung zum Ausdruck bringen.

Viele dieser Lieder sind auch integrierende Bestandteile des weihnachtlichen Brauchtums. So machen sich viele, die zu Hause oder in Vereinen das Musizieren erprobt haben, bei Einbruch der Dämmerung auf den Weg. In Ansingebräuchen zur Herbergssuche, beim Anklöpfeln-, zu Neujahr oder Heilige Drei Könige werden von diesen umherziehenden Gruppen passende Lieder dargebracht. Dazu werden den Besuchten Glückwünsche oder Segnungen ausgesprochen, als Dank gibt es meist Speis und Trank oder kleine Geldspenden, die in der Stube von den Hausleuten überreicht werden. Auch andere brauchtümliche Termine, wie etwa das Schneiden von Barbara Zweigen, das Verkleiden als Nikolo, das Selberbinden des Adventkranzes für Verwandte, Freunde, Vereinskollegen oder karitative Zwecke gehören als ehrenamtlicher Betrag zur Weihnachtszeit in unsere Gesellschaft.

Am 2.12. findet im Österreichischen Volksliedwerk anlässlich des Schwerpunkts zum Thema Stube am Treffpunkt Operngasse 6 ein vorweihnachtlicher Nachmittag statt, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, Geschichten zu erzählen, der Musik zu lauschen oder warme Getränke zu genießen. Jede Besucherin, jeder Besucher ist herzlich eingeladen, dazu selbst Geschichten, Lieder, Erzählungen oder Kulinarisches von zu Hause für das gemeinsame "Z'sammsitzn" mitzubringen. Die Familien Schönfeldinger und Glawischnig werden den Nachmittag musikalisch begleiten.

Der Schauraum mit dem Weihnachtsverkauf im Österreichischen Volksliedwerk bietet von 24.11. - 23.12.2011 heuer speziell Noten und CD-Material, aber auch Bücher sowie Wissenswertes für diese gemeinsamen weihnachtlichen Stunden zu Hause.

Nähere Details zu den Veranstaltungen und Aktionen in den Bundesländern unter: www.volksliedwerk.at

Für die besinnliche Stunden zu Hause in der Stube finden sich Weihnachtslieder und Wissenswertes darüber unter:
www.volksliedwerk.at/weihnachtskalender

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches VolksLiedWerk
Mag.a Irene Egger
Operngasse 6, 1010 Wien
T: +43/1/512 63 35-14, Fax -13
office@volksliedwerk.at
Presseinformation unter:
www.volksliedwerk.at -> Projekte

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0009