ÖSTERREICH-Umfrage: 78% der Österreicher für Sparpaket

Aber: "Nein" zu höheren Steuern auf Urlaubsgeld, Mineralöl und Medikamenten

Wien (OTS) - Die Österreicher wollen, dass Regierung und Länder mehr sparen - aber keiner will dafür zahlen. Das ist das Ergebnis der ersten, großen Umfrage zu den Sparplänen der Koalition, berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntag-Ausgabe. Das Gallup-Institut führte die Umfrage für ÖSTERREICH Donnerstag und Freitag dieser Woche durch.

Mehr als drei Viertel der Befragten (78%) wollen, dass Regierung und Länder mehr sparen. Die klare Mehrheit (57%) spricht sich für die Einführung einer Schuldenbremse als Verfassungsgesetz aus.

Aber: Die Österreicher sagen "Nein" zur Erhöhung der Umsatzsteuer auf Medikamente von 10% auf 20% (95% dagegen). Ein No-No ist auch die höhere Besteuerung von "Urlaubs- und Weihnachtsgeld (94% dagegen) und eine höhere Mineralölsteuer (90% "Nein").

Die klare Mehrheit stemmt sich dagegen, Spitäler zu schließen bzw. zusammenzulegen (81 %). Drei von vier Österreichern (24%) wollen nicht, dass das Pensionsalter erhöht wird. Auch die Abschaffung der "Hacklerpension" findet keine Mehrheit (nur 34% dafür).

Das Comeback der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer fänden nur 31% gut, die Wiedereinführung von Studiengebühren wollen immerhin 54%.

Gespart werden vor allem in der Verwaltung (59% dafür, dass Gemeinden zusammengelegt werden), bei den Beamten (47% für Nulllohnrunde), den "Reichen" (74% sind für eine Vermögenssteuer) und bei Politikern. 86% wollen weniger Abgeordnete in Parlament und Landtagen.

Das Ergebnis im Detail:
- Höhere Steuern auf Arzneien 5% Ja / 95% Nein
- Urlaubsgeld höher besteuern 6% Ja / 94% Nein
- Mineralölsteuer erhöhen 10% Ja / 90% Nein
- Zahl der Spitäler reduzieren 19% Ja / 81% Nein

  • Pensionsalter erhöhen 24% Ja / 76% Nein
  • Förderungen kürzen 26% Ja / 74% Nein
  • Erbschaftssteuer einführen 31% Ja / 69% Nein
  • Hacklerpension abschaffen 34% Ja / 66% Nein
  • Nulllohnrunde für Beamte 47% Ja / 53% Nein
  • Studiengebühren einführen 54% Ja / 46% Nein
  • Gemeinden zusammenlegen 59% Ja / 41% Nein
  • Einführung Vermögenssteuer 74% Ja / 26% Nein
  • Weniger Abgeordnete 86% Ja / 14% Nein

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