Neues Volksblatt: "Baustellen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 18. November 2011

Linz (OTS) - Lustig sei das, meinte kürzlich ironisch die Mathematiklehrerin einer fünften AHS-Klasse beim Elternabend: Man solle die Schüler mit Blickrichtung Zentralmatura unterrichten, wisse aber nicht, was eigentlich verlangt werde.
Selbst wenn tatsächlich alles so auf Schiene wäre, wie die Unterrichtsministerin behauptet, wird auch am Beispiel Zentralmatura eines sichtbar - an den Schulen herrscht Verunsicherung. Es mag schon sein, dass man irgendwoher Mathematik-Beispiele bekommt und dass die entsprechende Verordnung bald kommen werde. Faktum ist jedoch, dass dort, wo die tägliche Arbeit mit den Schülern passiert, Klarheit gebraucht würde. Schmieds seltsames Verhalten, ein Volksbegehren zu unterschreiben, dessen Initiatoren ihrem Wirkungsbereich ein denkbar schlechtes Zeugnis ausstellen, trägt zum Abbau dieser Verunsicherung nicht bei. Aber man muss ja nicht jede Hoffnung auf Besserung fahren lassen. Wenn es gelingt, Schülern und Lehrern das Gefühl zu vermitteln, nicht auf einer Baustelle zu leben und zu arbeiten, wäre schon viel gewonnen. Ob Dienstrecht, Lehrerausbildung, Neue Mittelschule oder Zentralmatura: Schmieds Baustellen sind groß und unkoordiniert angegangen worden. Es wäre höchste Zeit für Ordnung.

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