Cortolezis-Schlager: Bieten auch in Krisenzeiten Universitäten und Fachhochschulen Sicherheit

ÖVP-Wissenschaftssprecherin zum Budget für Wissenschaft und Forschung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Viele Länder müssen sparen, während wir durch die Leistungsvereinbarungen auch in Krisenzeiten den Universitäten und Fachhochschulen Sicherheit bieten. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Debatte im Plenum. "Zahlreiche OECD-Bildungsstudien belegen, dass Österreich bei den öffentlichen Mitteln deutlich über dem Durchschnitt liegt. Auch ein kürzlich veröffentlichter Bericht der EU-Kommission zum Hochschulbereich zeige, dass in Österreich sowie in Finnland, Malta und Frankreich die Bildungsmittel am stärksten aufgestockt werden."

Wir halten auch in Zeiten der Budgetkonsolidierung am Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels fest. Die Dotierung der Hochschulen liegt auf dem Zwei-Prozent-Pfad für tertiäre Bildung. Von insgesamt 1,3 Prozent des BIP, die wir derzeit für tertiäre Bildung ausgeben, stammen mehr als 1,2 Prozent aus öffentlichen Mitteln.

Cortolezis-Schlager: "Pro Jahr stellen wir jedem/jeder der 279.000 Studierenden einen Studienplatz im Wert von rund 11.400 Euro zur Verfügung. Der OECD-Schnitt liegt hier bei 9.300 Euro. Von Studienanfang bis zum Abschluss investiert Österreich durchschnittlich rund 50.000 Euro in einen Studierenden. Damit liegt Österreich in der Europäischen Union an fünfter Stelle und an sechster Stelle im Vergleich zu den OECD-Ländern. Über den gesamten Bildungsweg, also vom Kindergarten bis zum Hochschulabschluss, investiert Österreich in jede Akademikerinnen und Akademiker 149.000 Euro. Im Vergleich dazu gibt Deutschland nur 106.000 Euro aus. Jetzt müssen wir die Drop-Out Quote senken und Absolventinnen- und Absolventenzahl erhöhen!"

"In den kommenden Monaten liegen große Aufgaben und Reformvorhaben vor uns. Dies erfordert aber die Einführung international üblicher hochschulpolitischer Maßnahmen wie zum Beispiel einen international angemessenen privaten Beitrag zu den Studienkosten, die Weiterentwicklung des Stipendienwesens und die Prüfung der internationalen Modelle von Bildungsdarlehen sowie die Entwicklung einer studienplatzbezogenen Finanzierung auch für Universitäten."

Die Ausgaben für Wissenschaft liegen 2012 um 66 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres. 2012 wird Österreich 3,847 Milliarden Euro in Wissenschaft investieren. Die Ausgaben für die Hochschulen werden trotz Sparbudget und Konsolidierungserfordernissen erhöht, verwies die Wissenschaftssprecherin auf die 80 Millionen Offensivmittel jährlich. "320 Millionen bis 2014 ermöglichen auch in Zeiten der Budgetkonsolidierung einen Ausbau der Studienplätze und der Wissenschaft und Forschung in Österreich."

"Die Mittel kommen direkt bei den Studentinnen und Studenten und in den Hörsälen an und sind ein weiterer Baustein zur soliden Finanzierung unserer Hochschulen. Damit kommt die öffentliche Hand ihrer Verpflichtung nach, aber wir brauchen dringend mehr private Beteiligung", so die Abgeordnete. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle stehe zudem in guten Verhandlungen mit Finanzministerin Fekter, um die Hochschulmilliarde auf die Beine zu stellen.

Die Abgeordnete wies zudem auf die Wichtigkeit einer studienplatzbezogenen Finanzierung und eine bessere Vernetzung der Wirtschaft mit unseren Hochschulen hin. "Jetzt gilt es, an weiteren Maßnahmen zu arbeiten: ein sozial abgefedertes Studienbeitragsmodell, Zugangsregelungen und den Hochschulplan."
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