Automobilimporteure: Erhöhung der Parkgebühren um 65 Prozent unakzeptabel!

Entgegen aller Ankündigungen, die Parkraumbewirtschaftung nur um rund 6 Prozent anzuheben, schlägt die Stadt Wien jetzt mit plus 65 Prozent zu

Wien (OTS) - Gemeinsam wollte man eine Struktur für die Parkraumbewirtschaftung erarbeiten, Abstellflächen schaffen und die Park&Ride-Anlagen ausbauen. Seit gestern ist alles anders. Ab März 2012 gelten neue Tarife, die rund 65 Prozent über den bisherigen liegen. Eine Stunde Kurzparkzone kostet dann exakt 2 Euro.

Auch wenn die Stadtregierung sich von dieser Aktion eine Reduktion des Autoverkehrs in Wien um rund ein Drittel erhofft, die niemals eintreten wird oder kann, ist es schlussendlich nur ein weiterer Angriff auf die Autofahrer, die schon jetzt einer maximalen finanziellen Belastung ausgesetzt sind. Besonders hart trifft es jene, die einmal auf den Parkschein vergessen oder die Dauer eines Termins falsch einschätzen. Die Strafe soll fast doppelt so hoch wie bisher ausfallen. Auch dafür gibt es keine Rechtfertigung. Betroffen von der unverhältnismäßigen Gebührenerhöhung sind diesmal aber nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Wirtschaft. Geschäfte aber auch Büros innerhalb der gebührenpflichtigen Bezirke kommen durch die Neuregelung noch mehr in Bedrängnis und laufen Gefahr durch eine reduzierte Frequenz künftig Verluste zu machen. Schon jetzt sorgen die Einkaufszentren am Stadtrand für einen enormen Abfluss der Kaufkraft. Dies wird sich ab März 2012 nochmals verstärken. Damit werden die Menschen weiter als bisher fahren und dabei mehr Kraftstoff verbrennen als es bisher notwendig war, um ein Geschäft in der Stadt zu erreichen. Diese Folgeerscheinung dürfte wohl nicht den Grundlagen der Grünpolitik, die immer mehr einer Abzockerpolitik gleicht, entsprechen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass das Beispiel Wien auch in anderen Städten Schule macht. Zu den Gewinnern der extrem teuren Parkgebühren dürften hingegen die Besitzer von Parkgaragen zählen, die mit entsprechenden Preisanpassungen nicht lange auf sich warten lassen werden.

Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilimporteure: "Es fehlt in Wien an Parkplätzen, an Parkgaragen und auch an Park&Ride-Zentren. Anstatt diese Problematik aufzugreifen, sichert sich die Stadt Wien Mehreinnahmen in Millionenhöhe. Wieder einmal trifft es den Autofahrer, der mit einer Gebührenerhöhung von 65 Prozent konfrontiert ist. Erst 2007 wurden die Parkgebühren um bis zu 50 Prozent erhöht, ohne dass eine bessere Infrastruktur bemerkbar gewesen wäre. Viele in Wien lebende Menschen und natürlich auch die Pendler sind auf den Mobilitätsfaktor Auto angewiesen und müssen jetzt noch tiefer in die Tasche greifen als dies schon bisher der Fall war. Eine sinnvolle Verkehrspolitik sieht für mich anders aus."

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Arbeitskreis der Automobilimporteure
Dr. Christian Pesau
Geschäftsführer
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